Nordex Aktie: EBITDA steigt auf 224 Millionen Euro
Nordex verzeichnet dank Rekordauftragsbestand von 18,4 Mrd. Euro ein deutlich verbessertes Q2-EBITDA und hält an den Jahreszielen fest.

- EBITDA steigt auf 224 Mio. Euro
- Rekordauftragsbestand von 18,4 Mrd. Euro
- Neue Aufträge aus USA, Türkei und Rumänien
- Analysten erhöhen Kursziele und Einstufungen
Die Nordex Group setzt ihren Wachstumskurs im laufenden Geschäftsjahr fort. Der Windkraftanlagen-Hersteller bestätigte seine Prognose für 2026, nachdem sich das operative Ergebnis im zweiten Quartal deutlich verbessert hat. Getragen von einem historischen Höchststand bei den Aufträgen blickt das Hamburger Unternehmen zuversichtlich auf die kommenden Monate.
Operative Verbesserung und historischer Auftragsbestand
Im zweiten Quartal 2026 konnte Nordex seine Ertragskraft deutlich steigern. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach Berichten von Reuters und dpa-AFX auf rund 224 Millionen Euro. Das Management sprach in diesem Zusammenhang von einer substanziellen Ergebnisverbesserung. Diese Entwicklung stützt die Entscheidung, die Finanzziele für das Gesamtjahr unverändert beizubehalten.
Ein zentraler Faktor für den positiven Ausblick ist die Auftragslage. Zum Ende des ersten Halbjahres verzeichnete die Nordex Group einen Auftragsbestand im Wert von 18,4 Milliarden Euro – ein neuer Rekordwert für das Unternehmen. Die Nachricht über das prall gefüllte Orderbuch stieß am Markt auf positive Resonanz und beflügelte das Vertrauen in die künftige Umsatzentwicklung.
Dynamik im internationalen Projektgeschäft
Das Unternehmen konnte zuletzt mehrere bedeutende Verträge in verschiedenen Weltregionen sichern. Am vergangenen Dienstag meldete Nordex drei neue Aufträge aus den USA mit einer Gesamtkapazität von mehr als 480 Megawatt.
Diese Projekte unterstreichen die anhaltende Relevanz des US-Marktes für den Windsektor. Nur zwei Tage später, am vergangenen Donnerstag, wurde zudem ein neuer Großauftrag aus der Türkei bekannt. Laut Medienberichten bleiben die Turbinen des Herstellers in der Region weiterhin sehr gefragt.
Ergänzt wurde die Auftragsserie durch ein Projekt in Rumänien. Am vergangenen Montag gab das Unternehmen den Gewinn eines 77-Megawatt-Auftrags bekannt. Diese kontinuierlichen Bestelleingänge aus unterschiedlichen Märkten tragen maßgeblich dazu bei, die Auslastung der Produktion über das Jahr 2026 hinaus abzusichern.
Marktbeobachter reagieren auf Zahlenwerk
An der Börse wird die Entwicklung des Unternehmens aufmerksam verfolgt. Die Aktie notiert heute bei 38,76 Euro, was einem leichten Zuwachs von 0,26 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Seit Beginn des Jahres hat das Papier eine deutlich positive Tendenz gezeigt und weist eine Wertsteigerung von 33,10 Prozent seit Jahresbeginn auf.
Auch die Analystenhäuser passten ihre Einschätzungen an die jüngsten Entwicklungen an. AlphaValue/Baader Europe hob die Einstufung für den Wert am vergangenen Montag von „Reduce“ auf „Add“ an und begründete dies mit der starken Auftragslage im ersten Halbjahr.
Bereits am 30. Juli hatten mehrere namhafte Häuser auf den Halbjahresbericht reagiert: Jefferies hob das Kursziel auf 60 Euro und bestätigte die Einstufung auf „Buy“.
Auch die Analysten von Berenberg erhöhten ihr Ziel für die Aktie am selben Tag auf 58 Euro. Experten werten vor allem die Kombination aus bestätigter Prognose und Rekord-Auftragsbestand als Zeichen für eine stabile operative Trendwende.
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