Nordex Aktie: Erfolge gefeiert!
Der Windkraftanlagenhersteller Nordex verzeichnet einen Gewinnsprung auf 51,7 Millionen Euro und erhöht seine Margeziel nach einer Serie von Großaufträgen mit über 230 Megawatt Leistung.

- Nettogewinn steigt auf 51,7 Millionen Euro
- EBITDA-Marge klettert von 4,3 auf 8,0 Prozent
- Drei Großaufträge mit über 230 Megawatt
- Auftragsbestand erreicht 14,9 Milliarden Euro
Der Windkraft-Spezialist Nordex liefert nicht nur starke Zahlen, sondern auch eine beeindruckende Serie von Großaufträgen. Während das Unternehmen seine Profitabilität nahezu verdoppelt hat, rollt eine wahre Auftragsflut auf den MDAX-Konzern zu. Doch kann Nordex dieses Tempo halten?
Explosives Wachstum: Marge fast verdoppelt
Die jüngsten Quartalszahlen lesen sich wie der Traum jedes Investors: Das EBITDA schoss um 90 Prozent auf 136 Millionen Euro in die Höhe, die Marge kletterte von 4,3 auf 8,0 Prozent. Noch beeindruckender entwickelte sich der Nettogewinn – von bescheidenen 3,9 Millionen Euro im Vorjahr auf stolze 51,7 Millionen Euro.
Diese operative Stärke veranlasste das Management um CEO José Luis Blanco zu einer deutlichen Prognose-Anhebung. Statt der bisher erwarteten 5,0-7,0 Prozent peilt Nordex nun eine EBITDA-Marge von 7,5-8,5 Prozent für das Gesamtjahr an. „Unsere Profitabilität hat im Q3 ein neues Level erreicht“, kommentierte Blanco die Entwicklung.
Auftrags-Tsunami: Über 230 MW in wenigen Tagen
Doch was treibt diese beeindruckende Entwicklung eigentlich? Die Antwort liegt in einer Serie von Großaufträgen, die das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit hereingeholt hat:
- DenkerWulf-Mega-Deal: 123 MW in Deutschland mit 25 Turbinen
- SSE-Projekte in Spanien: 42 MW über zwei Windparks
- EnBW-Auftrag: 68 MW für den Windpark Derental-Lauenförde
Allein diese drei Projekte summieren sich auf über 230 Megawatt – und das innerhalb weniger Tage. Besonders der deutsche Markt zeigt mit dem DenkerWulf-Großauftrag neue Dynamik. Die Installation der Turbinen beginnt 2027, ergänzt durch langfristige Service-Verträge über 20 Jahre.
Solide Basis für weiteren Höhenflug?
Die fundamentale Stärke des Unternehmens spiegelt sich auch in der Bilanz wider. Die Eigenkapitalquote kletterte auf 18,3 Prozent, während die Netto-Cash-Position auf über eine Milliarde Euro anwuchs. Der positive Free Cashflow von 149 Millionen Euro im dritten Quartal unterstreicht die operative Kraft.
Das Auftragspolster wuchs auf rekordverdächtige 14,9 Milliarden Euro – ein Plus von über drei Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Davon entfallen 9,3 Milliarden auf das Projektgeschäft und 5,6 Milliarden auf das Service-Segment.
Kann die Rally weitergehen?
Mit einem Plus von über 138 Prozent seit Jahresanfang und einem neuen 52-Wochen-Hoch bei 27,96 Euro zeigt die Nordex-Aktie bereits, was die Märkte von der Erholungsstory halten. Die technischen Kennzahlen deuten auf weiteres Potenzial hin: Der Kurs liegt deutlich über allen wichtigen Durchschnitten und hat sich vom 52-Wochen-Tief bei 10,90 Euro mehr als verdoppelt.
Die entscheidende Frage bleibt: Schafft es Nordex, die neu gewonnene Profitabilität zu halten und gleichzeitig das massive Auftragswachstum zu stemmen? Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob der Windkraft-Pionier seinen Höhenflug fortsetzen kann – oder ob eine Verschnaufpause nötig wird.
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