Nordex Aktie: Gewinn verdoppelt sich

Höhere Serviceerträge und starke Projektabwicklung treiben EBITDA, Marge und Auftragseingang im dritten Quartal.

Die Kernpunkte:
  • EBITDA steigt auf 278 Millionen Euro
  • Marge erreicht im Quartal 12,7 Prozent
  • Nordex erhöht Margenziel für 2026
  • Auftragseingang wächst um 29,5 Prozent

Nordex hat am Donnerstagabend nachgelegt: Der Windturbinenbauer meldete vorläufige Zahlen für das dritte Quartal, die deutlich über den Erwartungen lagen, und hob die Margenprognose für 2026 an. Für die Aktie kommt das zum richtigen Zeitpunkt. Im vorbörslichen Handel in Frankfurt legte sie am Freitag zeitweise rund zehn Prozent zu.

Marge springt auf knapp 13 Prozent

Das EBITDA stieg im dritten Quartal auf etwa 278 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro im Vorjahr. Es hat sich damit grob verdoppelt und übertraf die unternehmenseigene Konsensschätzung um 15 Prozent. Die EBITDA-Marge weitete sich von 8,0 auf 12,7 Prozent aus.

Der Umsatz kletterte auf rund 2,19 Milliarden Euro, nach 1,71 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Der Free Cashflow sprang auf 379 Millionen Euro, mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts.

Entsprechend hob das Management die Prognose an. Für 2026 peilt Nordex nun eine EBITDA-Marge von 11,5 bis 12,5 Prozent an, zuvor waren es acht bis elf Prozent. Die Umsatzprognose bleibt unverändert.

Service und Projektausführung als Treiber

Nordex nennt zwei Gründe: höhere Margen im Servicegeschäft und eine starke Projektabwicklung. Zudem seien Risiken, die das Unternehmen im Projektgeschäft für die bisherige Prognose eingepreist hatte, nicht im erwarteten Umfang eingetreten. Das Preisumfeld beschreibt der Konzern weiterhin als stabil.

Auch die Auftragsbücher füllen sich. Der Auftragseingang stieg im dritten Quartal um 29,5 Prozent auf 2,81 Gigawatt. Besonders gefragt waren Anlagen in Deutschland, den USA und der Türkei. Insgesamt orderten Kunden 427 Turbinen für Projekte in zehn Ländern.

Charttechnik hellt sich auf

Zuletzt tat sich die Aktie schwer. Seit Mai kam sie kaum voran, und am Donnerstag drohte ein Ausbruch nach unten aus einer Trompeten-Formation, obwohl die Analystenstimmen überwiegend positiv ausfielen. Die Zahlen liefern nun einen fundamentalen Impuls, der diese Seitwärtsphase beenden könnte.

Die vollständigen Quartalszahlen veröffentlicht Nordex am 5. November. Dann zeigt sich, ob die Details die vorläufigen Werte stützen, insbesondere die Margenentwicklung im Service- und im Projektgeschäft.

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