Nordex Aktie: Hebt Margenausblick nach Quartalsergebnis an
Im dritten Quartal wuchsen Nordex’ Projektbestellungen, während EBITDA und Marge zulegten; die Jahresprognose wurde angehoben.

- Projektaufträge im Quartal um 29,5 Prozent gestiegen
- Neunmonatsvolumen erreicht 7.733 Megawatt
- Vorläufiges EBITDA auf 278 Millionen Euro erhöht
- Jahresprognose für EBITDA-Marge angehoben
Nordex verbindet einen höheren Auftragseingang mit einer verbesserten Profitabilität. Die am 12. Oktober gemeldeten Bestellungen ergänzen damit das Bild der am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Quartalszahlen. Für Anleger ist diese Kombination entscheidend: Nicht nur das Volumen im Projektgeschäft wächst. Auch bei der Umsetzung der Projekte und im Servicegeschäft meldet Nordex Verbesserungen.
Mehr Bestellungen im Projektgeschäft
Im dritten Quartal 2026 verbuchte Nordex im Segment Projekte Aufträge über 2.810 MW. Das entspricht einem Zuwachs von 29,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das Servicegeschäft ist in diesen Angaben ausdrücklich nicht enthalten.
Der Auftragseingang beschreibt damit einen anderen Teil der Geschäftsentwicklung als die Ergebniszahlen. Er zeigt das neu gewonnene Projektvolumen, nicht dessen bereits erzielten Ergebnisbeitrag. Für die Einordnung ist diese Trennung wichtig: Mehr Bestellungen und höhere Profitabilität ergänzen sich als Signale, sind aber nicht gleichzusetzen.
In den ersten neun Monaten 2026 erreichte das bestellte Projektvolumen 7.733 MW. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Anstieg um 16,1 %.
Das Wachstum beschränkt sich somit nicht auf das jüngste Quartal. Aus dem höheren Auftragsvolumen allein lässt sich allerdings keine künftige Marge ableiten. Dafür ist auch entscheidend, wie profitabel Nordex die Projekte abwickelt.
Bessere Umsetzung stützt das Ergebnis
Genau hier setzte die Ergebnisverbesserung an. Nordex führte sie auf eine starke Projektumsetzung und geringere Risiken im Projektgeschäft als angenommen zurück. Hinzu kamen höhere Margen im Servicegeschäft. Die Verbesserung beruhte nach Unternehmensangaben somit auf mehreren Faktoren und nicht allein auf dem gewachsenen Projektvolumen.
Das vorläufige, ungeprüfte EBITDA erreichte im dritten Quartal 2026 rund 278 Mio. Euro. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 136 Mio. Euro gewesen.
Die Ergebnisse lagen über den Markterwartungen. Dabei bleibt die Vorläufigkeit der Zahlen eine wichtige Einschränkung: Nordex hat damit noch keine geprüften Quartalsergebnisse vorgelegt.
Die EBITDA-Marge stieg auf 12,7 %, nach 8,0 % im Vorjahresquartal.
Auf dieser Grundlage hob Nordex am Donnerstag auch den Jahresausblick für die Profitabilität an. Die Prognose bleibt dabei eine Erwartung und ist vom bereits erzielten Quartalsergebnis zu unterscheiden.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Nordex eine EBITDA-Marge von 11,5–12,5 %. Zuvor hatte die Spanne bei 8,0–11,0 % gelegen. Für Anleger liegt der operative Prüfstein damit in der Verbindung beider Entwicklungen: wachsende Aufträge weiterhin profitabel umzusetzen.
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