Nordex Aktie: Marge ist kräftig nach oben geklettert

Höhere Erträge und ein stärkerer Auftragseingang begleiten Nordex’ angehobenes Margenziel für 2026; die Umsatzprognose bleibt unverändert.

Die Kernpunkte:
  • EBITDA erreicht 278,2 Millionen Euro
  • Marge steigt auf 12,7 Prozent
  • Margenziel für 2026 angehoben
  • Projektaufträge wachsen um 29,5 Prozent

Nordex hat im dritten Quartal geliefert, was kaum jemand in dieser Deutlichkeit erwartet hatte: Das EBITDA hat sich mehr als verdoppelt, und der Vorstand hebt die Margenprognose für 2026 an. Die Aktie nähert sich damit einer Widerstandszone, an der sie in der mehrmonatigen Korrekturphase bereits mehrfach gescheitert ist.

Ertragskraft springt nach oben

Das EBITDA stieg auf 278,2 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 8,0 auf 12,7 Prozent, der Umsatz legte um 28,2 Prozent auf 2,19 Milliarden Euro zu. Das Konzernergebnis hat sich nahezu verdreifacht und erreichte 147,1 Millionen Euro, nach 51,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Die Prognose zieht entsprechend nach. Für 2026 peilt Nordex nun eine EBITDA-Marge von 11,5 bis 12,5 Prozent an. Die Umsatzprognose von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro bleibt unverändert.

Volle Bücher, volle Kasse

Auch die Auftragslage stützt das Bild. Der Auftragseingang im Segment Projekte wuchs um 29,5 Prozent auf 2,81 Gigawatt. Der Auftragsbestand summiert sich auf 19,3 Milliarden Euro und sichert die Auslastung auf Sicht.

Bemerkenswert ist zudem die Finanzlage. Der freie Cashflow lag im Quartal bei 379,1 Millionen Euro. Zum Stichtag verfügte der Konzern über eine Nettoliquidität von 2,03 Milliarden Euro, Spielraum für Investitionen und Wachstum.

Chartbild vor der Bewährungsprobe

An der Börse zeigte sich die Zahlenvorlage bereits in einem deutlichen Kursanstieg. Zuvor hatte die Aktie bei rund 41 Euro notiert. Marktbeobachter sehen die Marke von 42 Euro als nächste Hürde, an der die Aktie während der Korrekturphase mehrfach abgeprallt ist.

Über ein Jahr gerechnet steht ein Plus von rund 59 Prozent zu Buche. Gelingt der Sprung über 42 Euro, wäre die Korrekturphase technisch beendet. Scheitert die Aktie erneut an der Zone, bliebe sie in ihrer Spanne gefangen, trotz der deutlich besseren Fundamentaldaten.

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