Nordex Aktie: Momentum im Aufschwung!

Nordex steigert EBITDA um 64 Prozent und plant ab 2027 eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro.

Die Kernpunkte:
  • EBITDA steigt auf 131 Millionen Euro
  • Auftragsbuch erreicht Rekordwert von 17 Milliarden
  • Erstmals Ausschüttung von 50 Millionen Euro geplant
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch

Ein Gewinnsprung von 64 Prozent beim EBITDA, ein Auftragsbuch auf Rekordniveau — und erstmals eine Ausschüttungsstrategie. Nordex liefert zum Auftakt des Jahres 2026 gleich auf mehreren Ebenen.

Starkes Quartal, klare Zahlen

Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um knapp 11 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte auf 131 Millionen Euro — der Analysten-Konsens hatte bei rund 112 Millionen Euro gelegen. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 8,2 Prozent, nach 5,5 Prozent im Vorjahr.

Das Konzernergebnis stieg auf 53,6 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es 7,9 Millionen Euro. Operativ produzierte Nordex Turbinen mit 1.494 MW Gesamtleistung — ein Plus von rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auftragsbuch wächst, Preise ziehen an

Das Auftragsbuch erreichte zum Quartalsende 17,0 Milliarden Euro, nach 13,5 Milliarden Euro im März 2025. Der Auftragseingang im Projektgeschäft fiel mit 1.869 MW zwar 14 Prozent unter den starken Vorjahreswert. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg jedoch auf 0,91 Millionen Euro je Megawatt — ein Signal, dass Nordex Qualität vor Volumen setzt.

Das Servicegeschäft wuchs beim Umsatz um 11 Prozent. Die Service-EBIT-Marge erreichte 19,2 Prozent.

CEO José Luis Blanco bestätigte die Jahresprognose: 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro Umsatz, EBITDA-Marge zwischen 8 und 11 Prozent. Das Management hält ein Ergebnis oberhalb des Spannenmittelpunkts für das wahrscheinlichste Szenario.

Kehrtwende bei der Ausschüttung

Jahrelang schüttete Nordex nichts aus. Das ändert sich. Ab 2027 plant das Unternehmen eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro — als Dividende oder Aktienrückkauf. Den Startpunkt 2027 begründet der Vorstand technisch: Ausschüttungsfähige Gewinne im HGB-Einzelabschluss entstehen erst im laufenden Jahr 2026.

Die Hauptversammlung am 5. Mai 2026 stimmt über weitere strukturelle Punkte ab. Dazu zählen die Erweiterung des Aufsichtsrats auf sieben Mitglieder sowie die Einführung elektronischer Aktien. Den neuen Aufsichtsratssitz werten Marktbeobachter als gezielte Stärkung des spanischen Ankeraktionärs Acciona.

Die Aktie notiert aktuell bei 46,46 Euro — rund 55 Prozent über dem Jahresanfangskurs und nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 47,88 Euro, das erst am 28. April markiert wurde. Der Markt preist die operative Stärke bereits ein. Ob die neue Ausschüttungspolitik ab 2027 einen weiteren Bewertungsschub auslöst, entscheidet sich an der Frage, wie verlässlich Nordex die angepeilten Margen hält.

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