Nordex Aktie: N193/7.X erweitert Delta4000-Serie

Berenberg hält an seiner positiven Nordex-Einschätzung fest; neue Turbinen und deutsche Aufträge prägen die operative Entwicklung.

Die Kernpunkte:
  • Berenberg bestätigt Kaufempfehlung und Kursziel
  • Neue N193/7.X erweitert Delta4000-Plattform
  • 91-Megawatt-Auftrag für Windpark Schönermark-Passow
  • 34-Megawatt-Vertrag für Repowering in Rauschenberg

Die Privatbank Berenberg traut dem Windkraftanlagenbauer Nordex weiteres Wachstum an den internationalen Märkten zu. Medienberichten zufolge bestätigte das Analysehaus am Freitag die Einstufung für die Aktie mit „Buy“ und beließ das Kursziel bei 58 Euro. Nach einem Kursanstieg von 2,4 Prozent schloss das Papier am Freitag bei 39,60 Euro. Die Analysten sehen damit ausgehend vom aktuellen Bewertungsniveau weiterhin deutlichen Spielraum nach oben.

Die positive Beurteilung durch die Experten fällt in eine Phase operativer und technischer Fortschritte des Konzerns. Nordex arbeitet mit Hochdruck an der Erweiterung seines Produktportfolios, um im Wettbewerb um künftige Windparkprojekte technologisch führend zu bleiben.

Portfolio-Erweiterung und neue Turbinengeneration

Bereits am Dienstag vermeldete die Nordex Group den Ausbau ihrer etablierten Delta4000-Serie. Das Unternehmen erweitert die Plattform um den neuen Anlagentyp N193/7.X. Mit der leistungsstärkeren Turbine reagiert der Hersteller auf die anhaltend hohe Nachfrage nach effizienten Windenergieanlagen an ertragreichen Standorten.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologieplattform bildet ein wesentliches Fundament, um die mittelfristigen Margenziele zu erreichen und bestehende Marktanteile abzusichern.

Die Innovationsstrategie soll das Fundament für künftige Ausschreibungsrunden stärken. Gleichzeitig füllt sich das Auftragsbuch des Hamburger Konzerns mit handfesten Projekten im Heimatmarkt Deutschland.

Stabile Nachfrage im deutschen Markt

Erst Mitte des Monats hatte der Windturbinenhersteller mehrere Neuaufträge aus Deutschland gemeldet. Am 16. September sicherte sich Nordex einen Großauftrag der TEUT Energieprojekte GmbH über ein Gesamtvolumen von 91 Megawatt.

Das Projekt für den Windpark Schönermark-Passow nahe Schwedt an der Oder umfasst die Lieferung und Errichtung von 13 Großanlagen des Typs N163/6.X. Vereinbart wurde zudem ein Premium-Servicevertrag über eine Laufzeit von 20 Jahren, der dem Konzern langfristig wiederkehrende Einnahmen garantiert. Der Baubeginn sowie die Auslieferung sind ab September 2027 geplant, die erste Inbetriebnahme soll im Januar 2028 folgen.

Zwei Tage zuvor, am 14. September, konnte Nordex zudem einen Vertrag mit der EEF Erneuerbare Energien Fabrik GmbH über 34 Megawatt abschließen. Für das hessische Repowering-Projekt Rauschenberg liefert der Konzern fünf Anlagen des Modells N175/6.X mit einer Nabenhöhe von 199 Metern, ebenfalls kombiniert mit einem 20-jährigen Servicevertrag. Die Errichtung dieser Anlagen soll Ende 2027 beginnen.

Mit einem Kursplus von 36 Prozent seit Jahresanfang spiegelt die Aktie die verbesserte operative Dynamik wider. Das Kursziel von Berenberg signalisiert nun die Erwartung, dass der Konzern diese Entwicklung fortsetzen kann.

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