Nordex Aktie: Service-Fokus
Nordex sichert sich einen 20-jährigen Wartungsvertrag für einen Windpark in Hessen, um planbare Serviceerlöse zu steigern. Das Unternehmen blickt auf ein Rekordjahr 2025 zurück und plant erstmals eine Ausschüttung ab 2027.

- 20-jähriger Premium-Servicevertrag für Windpark in Hessen
- Rekordjahr 2025 mit Umsatz von 7,6 Milliarden Euro
- Neue Ausschüttungspolitik mit Zahlungen ab 2027
- Ziel-Marge für 2026 zwischen 8 und 11 Prozent
Nordex schiebt seine Strategie in Richtung planbarer Erlöse weiter an: Ein neuer Auftrag aus Deutschland kommt nicht nur mit Turbinenlieferung, sondern vor allem mit einem 20-jährigen Premium-Servicevertrag. Genau dieses Detail macht den Deal für die langfristige Story interessanter als die reine Megawatt-Zahl. Denn der Wartungsanteil kann die typischen Schwankungen des Projektgeschäfts abfedern.
Zuletzt zeigte die Aktie dennoch Schwäche: Am Freitag schloss sie bei 40,84 Euro (-3,31%). Gleichzeitig liegt der Kurs nur rund 5,8% unter dem 52-Wochen-Hoch von 43,36 Euro (04.03.2026) – das unterstreicht, wie eng Kursfantasie und Erwartungsdruck inzwischen beieinanderliegen.
Neuer Auftrag – und der entscheidende Vertragsteil
Konkret kommt der Auftrag von Qualitas Energy Deutschland. Nordex liefert acht Turbinen für den Windpark „Wippershainer Höhe“ in Hessen mit insgesamt 56 MW. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.
Der wichtigere Baustein ist der Premium-Wartungsvertrag über 20 Jahre. Serviceerlöse gelten im Vergleich zum reinen Anlagenverkauf als margenstärker und vor allem berechenbarer. Für Nordex ist das strategisch relevant, weil wiederkehrende Einnahmen die Abhängigkeit vom oft zyklischen Projektgeschäft reduzieren.
Rekordjahr 2025 liefert Rückenwind
Der Auftrag trifft auf ein Unternehmen, das 2025 operativ nach eigenen Angaben ein Rekordjahr abgeliefert hat. Der Umsatz lag bei 7,6 Mrd. Euro, die EBITDA-Marge sprang auf 8,4% (nach 4,1% im Vorjahr). Auch der Auftragsbestand wuchs auf 16,1 Mrd. Euro.
Zusätzlich meldete Nordex eine robuste Finanzlage: Der Free Cashflow wurde als stark beschrieben, die Nettoliquidität lag bei über 1,6 Mrd. Euro. Im vierten Quartal blieb der Auftragseingang hoch: rund 3,6 GW gebuchte Kapazität (+9,2% zum Vorjahr), der Auftragswert stieg auf etwa 3,2 Mrd. Euro – laut Unternehmen in einem stabilen Preisumfeld.
Ziele für 2026 und neue Ausschüttungspolitik
Für 2026 plant Nordex Umsätze zwischen 8,2 und 9,0 Mrd. Euro, bei einer EBITDA-Marge von 8 bis 11%. Das Management sieht den Mittelpunkt der Spanne als wahrscheinlichstes Szenario. Mittelfristig soll sich die EBITDA-Marge über den Zyklus hinweg auf 10 bis 12% verbessern.
Dazu kommt ein Schritt mit Signalwirkung: Erstmals führt Nordex eine Aktionärsausschüttungspolitik ein. Ab 2027 sollen mindestens 50 Mio. Euro pro Jahr ausgeschüttet werden – entweder als Dividende oder über Aktienrückkäufe. Als Grund für den Start erst 2027 nennt das Unternehmen HGB-Regeln: Ausschüttungsfähige Gewinne im Einzelabschluss sollen erst 2026 anfallen.
Der nächste konkrete Prüfstein ist bereits terminiert: Am 27. April 2026 will Nordex den Q1-Bericht vorlegen – und damit erstmals im laufenden Jahr zeigen, ob die Wachstums- und Margenziele für 2026 operativ auf Kurs sind.
Nordex-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nordex-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten Nordex-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nordex-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nordex: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




