Nordex Aktie: Zählt der Otago-Coup?

Mercury bestellt 40 Anlagen für Otago; Nordex meldet höhere Quartalswerte und erwartet 11,5 bis 12,5 Prozent EBITDA-Marge.

Die Kernpunkte:
  • Erster Nordex-Auftrag aus Neuseeland
  • 40 Windräder mit 192 MW Leistung
  • Servicevereinbarung über 30 Jahre
  • Berenberg erhöht Kursziel auf 61 Euro

Nordex hat mit einem Auftrag von Mercury den Einstieg in den neuseeländischen Markt geschafft. Zum Anlagenauftrag gehört ein langfristiger Servicevertrag. An der Börse stand dem gestern eine Tagesveränderung von -2,8% gegenüber. Damit traf die positive operative Nachricht auf einen schwächeren Handelstag für die Aktie.

Anlagenlieferung und Service für Otago

Wie Nordex gestern mitteilte, bestellte Mercury 40 Windenergieanlagen für einen Windpark in Otago. Die Anlagen kommen zusammen auf eine Leistung von 192 MW. Es handelt sich um den ersten Auftrag des Unternehmens aus Neuseeland.

Zum Einsatz kommt der Typ N133/4.8. Ergänzt wird die Bestellung durch einen Servicevertrag über 30 Jahre. Die Vereinbarung beschränkt sich damit nicht auf die Lieferung der Windenergieanlagen, sondern umfasst auch eine langfristige Betreuung.

Für Anleger sind dabei zwei Aspekte relevant: Nordex erschließt mit der Bestellung einen neuen Absatzmarkt und verbindet das Projekt mit einer langjährigen Servicebeziehung. Der Auftrag ist damit sowohl ein Schritt bei der geografischen Ausweitung als auch eine Ergänzung des Servicegeschäfts.

Höhere Marge nach vorläufigen Quartalszahlen

Die Bestellung folgt auf die am 16. Oktober veröffentlichten vorläufigen und ungeprüften Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026. Zugleich hob Nordex den Ausblick für die operative Marge an.

Das EBITDA erreichte 278 Mio. Euro nach 136 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg auf 2,187 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis hat sich damit gegenüber dem Vergleichszeitraum mehr als verdoppelt.

Die Ergebnisentwicklung liefert einen weiteren Ansatzpunkt für die Bewertung des Unternehmens. Anders als der Neuseeland-Auftrag betrifft sie nicht ein einzelnes Projekt, sondern die Geschäftsentwicklung im gesamten Quartal.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Nordex eine EBITDA-Marge von 11,5–12,5 %. Die höhere Prognose macht die Profitabilität zu einem zentralen Prüfstein für den nächsten Ergebnisbericht.

Berenberg hebt Kursziel an

Auch auf Analystenseite gab es eine positive Reaktion. Medienberichten zufolge erhöhte Berenberg am Montag das Kursziel von 58 auf 61 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung.

Die Zielanhebung ist eine Analysteneinschätzung und keine Zusage für die weitere Kursentwicklung. Zusammen mit dem neuen Auftrag und der angehobenen Margenprognose setzt sie jedoch einen positiven Akzent zur operativen Nachrichtenlage.

Am 5. November veröffentlicht Nordex die vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Für Anleger steht dann die detaillierte Einordnung der bislang vorläufigen und ungeprüften Zahlen im Mittelpunkt.

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