Nordex: Ilya Hartmann kauft 5.612 Aktien
Nordex-CFO investiert in eigene Aktien, während der Konzern von Großaufträgen und einem verdoppelten EBITDA profitiert.

- Finanzvorstand erwirbt 5.612 Aktien
- Großaufträge aus Türkei und USA
- EBITDA verdoppelt auf 224 Millionen
- ESG-Finanzierung über 2,475 Milliarden Euro
Mit einer gezielten Investition in das eigene Unternehmen hat Nordex-Finanzvorstand Ilya Hartmann am gestrigen Freitag ein deutliches Zeichen des Vertrauens gesetzt. Der Manager erwarb in zwei Tranchen insgesamt 5.612 Aktien des Windkraftanlagenbauers.
Die Transaktionen erfolgten zu Kursen von 40,97 Euro sowie 40,98 Euro. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der das Unternehmen durch eine Reihe von Großaufträgen und einen signifikanten Ergebnissprung im zweiten Quartal auf sich aufmerksam macht.
Volle Auftragsbücher von Niedersachsen bis in die USA
Die operative Dynamik bei Nordex hat sich zuletzt spürbar beschleunigt. Erst am Donnerstag vermeldete der Konzern einen neuen Auftrag der EFG Energy Farming Gruppe über eine Kapazität von 82 Megawatt. In Niedersachsen sollen demnach 12 Turbinen errichtet werden, wobei der Vertrag zudem einen Premium-Service über eine Laufzeit von 20 Jahren umfasst. Der Baubeginn ist für Ende 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll im Frühjahr 2028 folgen.
Dieser Abschluss reiht sich in eine Serie internationaler Erfolge ein. So sicherte sich Nordex am 6. August einen Großauftrag aus der Türkei: Für die Türkerler Holding liefert der Konzern 72 Turbinen des Typs N175/6.X mit einer Gesamtleistung von 525 Megawatt.
Zuvor meldete das Unternehmen am 4. August drei neue Projekte aus den USA mit einem Gesamtvolumen von mehr als 480 Megawatt. Diese Aufträge unterstreichen die globale Reichweite und die Nachfrage nach der N163-Turbinengeneration, die für den US-Markt im werkseigenen Standort in Iowa gefertigt wird.
Deutlicher Ergebnissprung und stabile Finanzierung
Die wirtschaftliche Verfassung des Konzerns spiegelt sich in den Zahlen für das zweite Quartal 2026 wider, die Nordex am 29. Juli veröffentlichte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,3 % auf 2,18 Milliarden Euro.
Besonders deutlich fiel die Verbesserung beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus, das sich mit 224 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verdoppelte. Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend um 4,5 Prozentpunkte auf 10,3 %.
Angesichts dieser Entwicklung bestätigte das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026, die einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von 8 bis 11 % vorsieht.
Ein wesentlicher Pfeiler für das künftige Wachstum ist zudem die am 27. Juli abgeschlossene ESG-gekoppelte Garantiefazilität über 2,475 Milliarden Euro. Die von einem Konsortium unter Führung der Commerzbank, Intesa Sanpaolo und UniCredit arrangierte Finanzierung läuft bis zum Jahr 2031 und sorgt für deutlich geringere Finanzierungskosten.
Marktbewertung und Branchenumfeld
An der Börse beendete die Nordex-Aktie den Handel am Freitag bei 39,20 Euro, was einem Rückgang von 1,2 % zum Vortag entsprach. Ungeachtet kurzfristiger Schwankungen weist der Wert seit Jahresbeginn ein Plus von 35 % auf. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich aktuell auf 9,21 Milliarden Euro.
Medienberichten zufolge profitiert Nordex derzeit auch von einer allgemein positiven Branchendynamik, die am Mittwoch durch angehobene Jahresziele des dänischen Wettbewerbers Vestas unterstrichen wurde.
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