Nordex: Konverter-Prüfstand kostet 4 Millionen
Nordex veröffentlicht Quartalsergebnisse mit Fokus auf Margenentwicklung. Die Aktie notiert knapp unter dem Zehnjahreshoch.

- Quartalszahlen am 27. April erwartet
- EBITDA-Marge von 8 bis 11 Prozent angepeilt
- Auftragseingang sinkt, Preise steigen
- Neuer Prüfstand in Rostock in Betrieb
Morgen legt Nordex die Quartalszahlen vor. Die Aktie steht knapp vier Prozent unter ihrem 10-Jahres-Hoch — und das Management muss liefern.
Der Windturbinenhersteller veröffentlicht am 27. April die vollständigen Q1-Ergebnisse für 2026. Im Mittelpunkt steht die Marge. Nordex hat für das Gesamtjahr eine EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent angepeilt, bei einem Umsatzkorridor von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro. Ob der erste Quartalsbericht diese Ziele untermauert, entscheidet maßgeblich darüber, wie die Aktie auf das Rekordhoch von 46,30 Euro reagiert.
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Weniger Volumen, höhere Preise
Vorab bekannte Eckdaten zeichnen ein differenziertes Bild. Im ersten Quartal buchte Nordex 1.869 MW an neuen Aufträgen — gegenüber 2.182 MW im Vorjahreszeitraum ein spürbarer Rückgang. Der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte allerdings auf 0,91 Millionen Euro pro Megawatt, nach 0,87 Millionen Euro im Vorjahr. Die Strategie ist klar: Volumen opfern, Marge gewinnen.
Das Fundament dafür hat Nordex im Gesamtjahr 2025 gelegt. Der Umsatz stieg auf 7,55 Milliarden Euro, das EBITDA erreichte 631 Millionen Euro. Der Jahresgewinn legte auf 274 Millionen Euro zu — eine Vervielfachung gegenüber dem Vorjahr.
Technologie und Hauptversammlung
Abseits der Zahlen hat Nordex am Standort Rostock einen neuen Konverter-Prüfstand in Betrieb genommen. Die Investition von mehr als vier Millionen Euro ermöglicht es, Netzfehler, Spannungsschwankungen und Frequenzabweichungen realitätsnah zu simulieren — ohne Feldtests. Turbinen lassen sich damit schneller für neue Märkte zertifizieren. Da Netzintegration in immer mehr Ländern zur regulatorischen Pflicht wird, verschafft diese Infrastruktur Nordex einen handfesten Entwicklungsvorteil gegenüber Wettbewerbern.
Am 5. Mai folgt dann die Hauptversammlung, auf der weitreichende Beschlüsse zur Unternehmensstruktur und Kapitalmaßnahmen zur Abstimmung stehen.
Charttechnik mit Rückenwind
Die Aktie schloss am Freitag bei 44,80 Euro — rund 183 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom April 2025, aber noch 3,2 Prozent unter dem Rekordhoch. Der Kurs liegt klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 30,18 Euro, der RSI von 61,9 signalisiert keine überhitzte Lage. Gelingt morgen der Nachweis einer stabilen Margenentwicklung, rückt das 10-Jahres-Hoch bei 46,30 Euro wieder in Reichweite.
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