Nordex mit Turbinenkraft voraus, knackt die Aktie den Widerstand?

Der Windkraftanlagenbauer Nordex verfügt über eine starke Marktpositionierung. Die Entwicklung der Geschäfte in den vergangenen zwei Monaten bestätigt diese umfassend. Besonders in Deutschland brummt das Geschäft.

 

© Nordex
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Insgesamt konnte Nordex in den Monaten Juli und August Aufträge für 102 Windenergieanlagen mit einer Kapazität von zusammen mehr als 260 Megawatt gewinnen. Die meist verkaufte Anlage war die Schwachwindturbine N117/2400 mit insgesamt 65 Stück.

 

Nordex im „Ländle“ mit starkem Zuwachs

Vor allem in Baden-Württemberg konnte der Konzern mächtig zugewinnen. Im vergangenen Jahr wurden hier gerade einmal 10 Anlagen von der gesamten Branche gestellt. Nordex allein erhielt in diesem Jahr schon vier Projekte mit 25 Turbinen in dieser Region. Damit konnte der Konzern den Absatz in Baden-Württemberg auf das Siebenfache der zuletzt gestellten Anlagen steigern.

Das größte dieser Projekte, der Windpark „Ochsenberg“ wurde von Nordex im August fixiert. Das Projekt umfasst insgesamt 14 Anlagen und wird vom Projektierer Denker & Wulf betrieben.

Dazu kommt dass neben der Lieferung und Errichtung der Anlagen für alle Aufträge auch der Service im Rahmen von Premium-Service-Verträgen für mindestens 15 Jahre vereinbart wurde. Nordex hatte in Leipzig und Würzburg neue Service-Büros eröffnet. Dazu kommen noch weitere sechs Servicepoints, um noch näher am Markt zu sein und entsprechend schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren zu können.

 

Auslandsgeschäft zieht weiter an

Aber auch im Ausland ist der Konzern weiterhin äußerst aktiv. Zuletzt vermeldete man hier einen Auftrag aus Pakistan über 20 Turbinen mit einer Kapazität von insgesamt 50 Megawatt. Mit einem Auftrag aus Frankreich im Juli sicherte man sich die Marktführerschaft und auch aus der Türkei verzeichnete man große Aufträge.

 

Positiver Blick nach vorn

Bereits mit Bekanntgabe der Zahlen für das 2. Quartal konnte Nordex punkten. Der Vorstand nahm dies zum Anlass, um die Jahresziele für den Konzern entsprechend zu erhöhen. Danach erwartet man in diesem Jahr einen Umsatz von 2,1 bis 2,2 Mrd. Euro. Die Auftragseingänge sollen zwischen 2,1 bis 2,3 Mrd. Euro liegen.

Nordex sieht sich daher auch künftig auf einem guten Weg. Unterstützt werden die Aussichten des Konzerns durch das Festhalten der Bundesregierung an dem Ausbauplan für Onshore-Wind, wonach ein jährlicher Netto-Zubau von 2.500 Megwatt erreicht werden soll.

 

Aktie steht vor nächstem Widerstand

Nach den Zahlen für das 2. Quartal zogen die Papiere von Nordex wieder deutlich an und erreichten in den Tagen danach ein neues Jahreshoch bei 27,84 Euro. Anschließend erfolgte eine leichte Korrektur, die Aktie konnte aber ihr hohes Niveau halten. Dann gerieten jedoch auch die Papiere von Nordex in Turbulenzen. Neben dem Crash an der Börse in China kam es auch an der deutschen Börse zum Schwarzen Montag, in deren Folge die Aktie bis auf 20,70 Euro nach unten rauschte.

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Von diesem Tiefstand hat sich der Wert inzwischen wieder deutlich erholt, konnte jedoch mit einem aktuellen Kurs von 25,90 Euro nicht nahtlos an die alten Wert anknüpfen. Dennoch: Bereits heute legte die Aktie bereits mehr als 3% zu und nimmt damit den Widerstand bei 26,00 Euro in Angriff. Wird dieser durchbrochen, wären die 27,00 Euro das nächste Ziel. Wir sehen in Nordex ein immer noch attraktives Investment mit sehr guten Wachstumsaussichten.

Die Experten der HSBC beließen ihre Einschätzung nach einer Branchenkonferenz mit Investoren auf Halten mit einem Kursziel von 25,00 Euro, was ja heute bereits erreicht wurde. Der zunehmende Anteil des Geschäftes von Nordex im In- und Ausland bildete die Grundlage für diese Einschätzung.

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