Nordex: TÜV SÜD zertifiziert Max-Bögl-Turm

Nordex rüstet seine meistverkaufte Onshore-Windturbine auf und steigert den Energieertrag. Der Aktienkurs profitiert von starken Auftragseingängen und verbesserter Profitabilität.

Die Kernpunkte:
  • Leistungssteigerung der N175-Turbine auf 7,3 Megawatt
  • Starker Auftragseingang von drei Gigawatt für Modell
  • Aktienkurs mit massivem Plus von über 180 Prozent
  • Wichtige Zertifizierungen für Hybridtürme erhalten

Auf der WindEurope-Konferenz in Madrid stellt Nordex die Weichen für weiteres Wachstum. Der Windanlagenbauer rüstet seine meistverkaufte Onshore-Turbine auf und sichert sich wichtige Zertifizierungen. An der Börse trifft das auf ein ohnehin starkes Momentum.

Die Papiere notieren aktuell bei rund 45,20 Euro und damit in greifbarer Nähe zum jüngsten 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein massives Kursplus von über 180 Prozent zu Buche. Investoren honorieren die verbesserte Profitabilität und den stetigen Auftragseingang.

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Mehr Leistung, gleiche Lautstärke

Im Zentrum der Produktneuheiten steht die N175/6.X-Turbine. Nordex spendiert der Anlage einen neuen Betriebsmodus mit einer Nennleistung von 7,3 Megawatt. Das Upgrade steigert den jährlichen Energieertrag um bis zu 1,7 Prozent.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Akustik. Der Schallleistungspegel bleibt trotz höherer Leistung unverändert. Das macht die Anlage besonders für streng regulierte Standorte attraktiv und senkt die Stromgestehungskosten weiter. Für diesen Turbinentyp hat der Hersteller bereits feste Aufträge über drei Gigawatt in den Büchern.

Maßarbeit für den deutschen Markt

Parallel dazu treibt das Unternehmen den Rollout spezifischer Turmkonfigurationen voran. Für den deutschen Markt entwickelt Nordex einen Beton-Stahl-Hybridturm mit 162,5 Metern Nabenhöhe. Diese Variante ist exakt auf Projekte zugeschnitten, die einer maximalen Bauhöhe von 250 Metern unterliegen.

Die Typgenehmigung peilt das Management für das zweite Quartal an, erste Auslieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte folgen. Indes meldet Nordex bei einer anderen Bauhöhe bereits Vollzug. Der unabhängige Prüfer TÜV SÜD erteilte dem 179-Meter-Hybridturm des strategischen Partners Max Bögl das offizielle Zertifikat.

Fokus auf Profitabilität

Operativ läuft das Geschäft auf Hochtouren. Im abgelaufenen ersten Quartal verbuchte das Projektsegment einen Auftragseingang von knapp 1.900 Megawatt. Wichtiger für die Margenentwicklung ist die Preisdurchsetzung.

Der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte zuletzt auf 0,91 Millionen Euro je Megawatt, nach 0,87 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ende April wird der Vorstand die vollständigen Quartalszahlen vorlegen. Dann verlagert sich der Fokus der Investoren von den neuen Produktankündigungen direkt auf die Margenentwicklung der bestehenden Auftragsbücher.

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