Northern Data Aktie: Delisting Ende Juli 2026 besiegelt

Northern Data gibt den Fahrplan für den Rückzug von der Börse München bekannt. Der Fokus liegt auf dem Cloud-Geschäft mit Nvidia-Chips.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt um über sieben Prozent
  • Delisting in zwei Stufen bis Dezember
  • Fokus auf KI-Cloud mit Nvidia-Flotte
  • Kein Abfindungsangebot für Aktionäre

Northern Data verabschiedet sich schrittweise vom deutschen Parkett. Während die Transformation zum KI-Infrastruktur-Anbieter Quake AI läuft, steht nun der Zeitplan für das Delisting fest.

Am vergangenen Freitag legte der Kurs um 7,32 Prozent zu. Die Aktie schloss bei 8,65 Euro. Damit entfernt sich das Papier weiter vom Juni-Tief bei 5,00 Euro.

Die langfristige Bilanz bleibt ernüchternd. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel ein Minus von fast 64 Prozent. Anleger müssen mit einer extremen Volatilität von 190 Prozent rechnen.

Fokus auf Nvidia-Flotte

Das Unternehmen richtet sich operativ neu aus. Unter der Marke Quake AI konzentriert sich die Gruppe auf Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz. Das Herzstück bildet eine Flotte von 22.000 Nvidia-Einheiten der Typen H100 und H200.

Die Auslastung dieser Systeme liegt aktuell bei 85 Prozent. Statt Hardware einmalig zu verkaufen, setzt das Management auf dauerhafte Cloud-Erlöse. Der US-Partner RUM Group hält mittlerweile über 85 Prozent der Anteile.

Zeitplan für den Rückzug

Der Ausstieg aus dem Handel an der Börse München erfolgt in zwei Stufen:

  • Ende Juli 2026: Ende der Notierung im Qualitätssegment m:access.
  • Dezember 2026: Letzte Handelsmöglichkeit im allgemeinen Freiverkehr.

In der kommenden Woche rückt die psychologische Marke von 10,00 Euro ins Visier. Ein charttechnisches Hindernis wartet beim 50-Tage-Durchschnitt von 11,58 Euro. Ein Barabfindungsangebot für verbliebene Aktionäre plant das Unternehmen nach aktuellem Stand nicht.

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