Northrop Grumman Aktie: Jefferies senkt Ziel auf 580 Dollar
Jefferies senkt Kursziel für Northrop Grumman auf 580 Dollar. Steigende Investitionen und schrumpfende Margen belasten den Rüstungskonzern.

- Jefferies senkt Kursziel auf 580 Dollar
- Segmentmarge könnte auf 11,2 Prozent fallen
- Letzter Flug der Pegasus XL Rakete
- Aktie nähert sich 52-Wochen-Tief
Northrop Grumman beendete die Woche mit einem leichten Minus. Der Kurs fiel am Freitag auf 438,30 Euro, ein Rückgang von 0,2 Prozent. Analysten schrauben ihre Erwartungen an den Rüstungskonzern zurück. Grund: stabile Umsätze, aber schrumpfende Margen und hohe Investitionen.
Kursziele gesenkt, Margendruck bleibt
Am 26. Juni senkte Jefferies das Kursziel für Northrop Grumman von 620 auf 580 Dollar. Die Einstufung blieb bei „Halten“. Grund dafür sind Sorgen um die Marge. Das Unternehmen erwartet für das zweite Quartal zwar ein Umsatzplus von rund fünf Prozent im Jahresvergleich. Doch die Segmentmarge könnte auf 11,2 Prozent fallen.
Hinzu kommen steigende Ausgaben. Northrop Grumman erhöhte die Prognose für Investitionen auf 1,85 Milliarden Dollar. Treiber ist das B-21-Raider-Programm, das noch in der Entwicklung steckt. Der geplante freie Cashflow bleibt dagegen unverändert bei 3,1 bis 3,5 Milliarden Dollar.
Letzter Flug der Pegasus XL
Ein technisches Highlight steht Ende Juni an. Die Rakete Pegasus XL startet zu ihrem letzten Flug – vom Kwajalein-Atoll im Pazifik. An Bord: der Satellit Katalyst LINK, entwickelt mit Technologie von Northrop Grumman.
Die Mission hat ein ehrgeiziges Ziel. LINK soll erstmals einen nicht vorbereiteten Satelliten im All einfangen und retten. Das 400 Kilo schwere Raumschiff soll das NASA-Observatorium Swift aus dem Jahr 2004 manövrieren. Ohne Hilfe drohte Swift bis Ende 2026 in der Atmosphäre zu verglühen. Der NASA-Auftrag ist 30 Millionen Dollar schwer und gilt als Blaupause für künftige Satellitenwartung.
Technisch unter Druck
Der Aktienkurs nähert sich dem 52-Wochen-Tief von 421,90 Euro. Auf Sieben-Tage-Sicht fiel der Titel um 4,6 Prozent, auf 30 Tage um 7,6 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 12,3 Prozent. Der RSI liegt bei 33,8 – das spricht für überverkaufte Niveaus. Der Kurs bleibt deutlich unter der 200-Tage-Linie von 526,17 Euro.
Der Auftragsbestand von 95,6 Milliarden Dollar gibt langfristig Rückenwind. Kurzfristig bestimmen Margen und Investitionen die Stimmung. Der Quartalsbericht im Juli wird zeigen, ob die Analysten zu vorsichtig waren – oder genau richtig liegen.
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