Novartis Aktie: Generikaschock trifft Wachstumsriesen

Der Schweizer Pharmariese hat heute sein Zahlenwerk für das erste Quartal 2026 vorgelegt — und die Erwartungen verfehlt. Der Kerngewinn je Aktie sank auf 1,99 Dollar, während Analysten mit 2,10 Dollar gerechnet hatten. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,28 Dollar.
Der Nettoumsatz ging leicht auf 13,1 Milliarden Dollar zurück. Auf Basis konstanter Wechselkurse war das Minus mit fünf Prozent deutlich spürbarer — der starke Dollar hat die Zahlen in USD also optisch aufgehellt.
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Der Schuldige: drei abgelaufene Patente
Der Hauptgrund für die schwachen Zahlen ist klar benennbar. Gleich drei ehemalige Blockbuster — Entresto, Promacta und Tasigna — verloren 2025 ihren US-Patentschutz. Der Effekt zieht sich nun mit voller Wucht durch die Quartalszahlen: Generikahersteller haben in allen drei Segmenten erhebliche Marktanteile übernommen. Entresto beispielsweise brach im Quartal um 46 Prozent (kWk) ein, Promacta sogar um 68 Prozent.
Gleichzeitig stiegen die Forschungs- und Entwicklungsausgaben, was das operative Kernergebnis um 14 Prozent (kWk) auf 4,9 Milliarden Dollar drückte. Die operative Kernmarge schrumpfte auf 37,3 Prozent — im Vorjahresquartal waren es noch 42,1 Prozent.
Wachstumsträger liefern eindrucksvolle Zahlen
Hinter den Gesamtzahlen verbirgt sich jedoch ein bemerkenswertes Bild. Die Wachstumsmarken laufen auf Hochtouren: Kisqali (Brustkrebs) legte um 55 Prozent zu und erzielte 1,5 Milliarden Dollar Umsatz. Pluvicto (Prostatakrebs) wuchs um 70 Prozent auf 642 Millionen Dollar. Scemblix verbuchte sogar ein Plus von 79 Prozent, Fabhalta verdoppelte seinen Umsatz mehr als.
Zusätzlich erhielt Rhapsido — der BTK-Inhibitor Remibrutinib — jüngst die EU-Zulassung zur Behandlung chronischer spontaner Urtikaria bei Erwachsenen. In den USA, China und weiteren Ländern ist das Mittel bereits zugelassen. Für Novartis ist das eine wichtige Ergänzung im Immunologie-Portfolio, gerade weil Rhapsido auch positive Phase-III-Daten bei chronisch induzierbarer Urtikaria sowie erste Phase-II-Belege bei Nahrungsmittelallergien vorweisen kann — ein breites Einsatzspektrum, das die Fantasie der Investoren beflügeln dürfte.
Hinzu kommt der abgeschlossene Kauf von Avidity Biosciences, der drei Wirkstoffe in fortgeschrittener Entwicklung für neuromuskuläre Erkrankungen in die Pipeline bringt.
Die Jahresprognose bleibt trotz des schwachen Quartalsstarts unverändert: Novartis erwartet beim Nettoumsatz ein Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich, beim operativen Kernergebnis hingegen einen leichten Rückgang — ebenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im zweiten Halbjahr stehen mehrere Studienergebnisse an, die laut Unternehmensführung das mittel- bis langfristige Wachstumsbild schärfen könnten. An der SIX notierte die Aktie zuletzt bei rund 114 Franken.
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