Novartis Aktie: Gericht lässt Klage weiterlaufen
Pomerantz prüft Aktionärsansprüche, während Novartis eine mRNA-Kooperation mit 575 Millionen US-Dollar Vorauszahlung vereinbart hat.

- Pomerantz untersucht mögliche Aktionärsansprüche
- New Yorker Klage darf weitergehen
- Goldman Sachs bleibt bei „Sell“
- 575 Millionen Dollar Vorauszahlung für mRNA-Deal
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis sieht sich in den Vereinigten Staaten mit juristischen Auseinandersetzungen konfrontiert. Gestern gab die US-Kanzlei Pomerantz LLP bekannt, dass sie Ansprüche von Novartis-Aktionären im Zusammenhang mit möglichen Verstößen gegen Wertpapiergesetze prüft.
Bei diesem Schritt handelt es sich um eine formelle Ankündigung von Untersuchungen seitens der Kanzlei und ausdrücklich nicht um die Feststellung eines tatsächlichen Fehlverhaltens durch das Unternehmen.
Klageverfahren in New York nimmt Hürde
Die Prüfung durch die Anlegerkanzlei folgt auf eine juristische Entwicklung vor einem New Yorker Bundesgericht. Das Gericht wies am 1. Oktober einen Antrag von Novartis ab, eine Klage wegen der angeblichen Weitergabe vertraulicher Anlagestrategien abzuweisen. Durch diese richterliche Entscheidung kann das Verfahren gegen den Pharmakonzern sowie weitere Beklagte vorerst fortgesetzt werden.
Demgegenüber stehen differenzierte juristische Nachrichten an anderer Stelle. In einer vorgeschlagenen Sammelklage, die Novartis eine Verzögerung des Wettbewerbs durch Generika für das Herzmedikament Entresto vorwarf, gewährte das New Yorker Bundesgericht dem Unternehmen dauerhafte Abhilfe.
Die Aktie reagierte im gestrigen Handel mit leichten Abgaben. Das Papier schloss bei 124,62 Euro, was einem Minus von 0,6 Prozent entspricht. Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein Kursplus von 5,5 Prozent.
Analysten halten an skeptischer Haltung fest
Auch vonseiten des Marktes erfährt das Papier derzeit verhaltene Reaktionen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hob das Kursziel für die Aktie am 1. Oktober zwar leicht von 110 auf 113 CHF an, beließ die Einstufung für den Basler Konzern jedoch unverändert auf „Sell“.
Milliardeninvestition in mRNA-Plattform
Im operativen Geschäft setzt der Konzern ungeachtet der rechtlichen Themen auf den Ausbau moderner Wirkstoffplattformen. Vor wenigen Tagen schloss das Unternehmen einen umfangreichen Lizenz- und Optionsvertrag mit Abogen Biosciences über mRNA-Therapien ab. Die Vereinbarung sichert exklusive weltweite Rechte an dem Wirkstoffkandidaten ABO2203 sowie Optionen auf weitere Entwicklungsprogramme.
Für diese Kooperation leistet Novartis eine Vorauszahlung in Höhe von 575 Millionen US-Dollar. Sollten sämtliche Optionen ausgeübt und alle definierten Meilensteine erreicht werden, können Tranchen von bis zu rund 7,2 Milliarden US-Dollar an Abogen fließen. Der Konzern treibt seine Pipeline damit auf technologischer Ebene weiter voran, während die juristischen Entwicklungen in den USA den Titel kurzfristig begleiten.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 7. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novartis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




