Novartis Aktie: Multiple-Sklerose-Daten zünden Kursfeuerwerk
Novartis erreicht mit Remibrutinib wichtige Studienziele bei Multipler Sklerose, während pausierte CAR-T-Tests den Kursanstieg kaum bremsen.

- Remibrutinib erreicht primäre Studienziele
- Schubrate stärker als Vergleichswirkstoff gesenkt
- Acht Rap-cel-Studien vorübergehend pausiert
- Novartis plant weltweite Zulassungsanträge
Ein Kurssprung von über vier Prozent, ein neues 52-Wochen-Hoch in Reichweite: Novartis liefert am Dienstag genau jenen Katalysator, auf den Anleger seit Monaten gewartet haben. Die Aktie kletterte auf 128,66 Franken und schob damit den gesamten Schweizer Leitindex zeitweise ins Plus, bevor der breite Markt wieder ins Minus drehte.
Der Auslöser: Der oral einzunehmende Wirkstoff Remibrutinib hat in zwei Phase-III-Studien zur schubförmigen Multiplen Sklerose seine primären Endpunkte erreicht.
In den Studien REMODEL-1 und REMODEL-2 senkte das Medikament die jährliche Schubrate deutlich stärker als der Vergleichswirkstoff Teriflunomid. Auch bei sekundären Endpunkten wie der Reduktion von MRT-Hirnläsionen und der Verzögerung des Behinderungsfortschritts zeigte sich eine klare Überlegenheit.
Ein Rückschlag tritt in den Hintergrund
Die Freude über die Studienerfolge überdeckte am Markt eine weniger erfreuliche Nachricht: Novartis hat acht klinische Studien zur CAR-T-Zelltherapie Rap-cel pausiert. Der Wirkstoff wird unter anderem bei Lupus und Multipler Sklerose getestet. Grund für die Pause sind drei Todesfälle durch schwere Immunreaktionen Ende August.
Der Markt hat die beiden Nachrichten gegeneinander abgewogen und dem Remibrutinib-Erfolg klar den Vorzug gegeben. Novartis plant, die Daten auf dem MSToronto2026-Kongress vorzustellen und will zeitnah Zulassungsanträge bei Gesundheitsbehörden weltweit einreichen. Damit positioniert sich der Wirkstoff als orale Hochleistungstherapie in einem kommerziell attraktiven Marktsegment.
Analysten und Pipeline stützen den Trend
Rückenwind kam zusätzlich von der Deutschen Bank, die kurz vor der Studienveröffentlichung eine Kaufempfehlung für die Aktie ausgesprochen hatte. Auch die übrige Pipeline liefert positive Signale: Das Prostatakrebsmedikament Pluvicto wurde jüngst auf frühere Krankheitsstadien ausgeweitet, während Kisqali weiterhin kräftig wächst.
Die Kursbewegung fällt umso deutlicher auf, weil sie gegen den Trend läuft. Während die US-Indizes am Vortag nachgaben und asiatische Börsen uneinheitlich tendierten, zog Novartis den Schweizer Markt zeitweise mit nach oben — auch wenn die Gesamtstimmung am SMI im Handelsverlauf wieder kippte.
Mit dem Kurs nahe am bisherigen Jahreshoch von 131,50 Franken rückt nun die Frage in den Vordergrund, wie schnell die Zulassungsanträge für Remibrutinib bei den Behörden eingereicht werden und wann erste Rückmeldungen dazu zu erwarten sind.
Novartis-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novartis-Analyse vom 1. September liefert die Antwort:
Die neusten Novartis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novartis-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novartis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




