Novartis Aktie: Remibutinib-Daten in Toronto erwartet

Zusätzliche Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten sollen das Phase-3-Profil von Remibutinib ergänzen; UBS hält an 116 CHF Kursziel fest.

Die Kernpunkte:
  • UBS bestätigt neutrale Aktienbewertung
  • Kursziel bleibt bei 116 CHF
  • Weitere Remibutinib-Daten werden erwartet
  • Fabhalta-Programm aus strategischen Gründen beendet

Für Novartis rückt das vollständige Studienprofil von Remibutinib gegen schubförmig-remittierende Multiple Sklerose in den Mittelpunkt. Am Freitag werden auf einer Konferenz in Toronto weitere Ergebnisse erwartet.

Die primären Endpunkte sind bereits erreicht. Für UBS-Analyst Matthew Weston reicht das allein jedoch nicht aus: Er hält zusätzliche Angaben zur Wirksamkeit und Sicherheit für unerlässlich. Die Bank bestätigte gestern ihre neutrale Einschätzung.

UBS wartet auf das vollständige Profil

UBS belässt das Kursziel bei 116 CHF und die Einstufung bei „Neutral“. Damit verbindet das Analysehaus die erreichten Studienziele bislang nicht mit einer positiveren Bewertung der Aktie. Entscheidend ist aus Westons Sicht das noch ausstehende Gesamtbild der Phase-3-Ergebnisse.

Für Anleger liegt darin eine wichtige Unterscheidung. Das Erreichen primärer Endpunkte beantwortet die zentrale Studienfrage, ersetzt aber nicht die Beurteilung des vollständigen Wirksamkeits- und Sicherheitsprofils. Genau auf diese ergänzenden Informationen richtet sich die Aufmerksamkeit vor der Präsentation.

Die anstehenden Daten sind damit ein konkreter Prüfstein für die Einschätzung des Wirkstoffs. UBS signalisiert vor dem Termin Zurückhaltung, ohne die bereits erreichten Endpunkte infrage zu stellen. Eine positivere Bewertung lässt sich aus der bestätigten neutralen Einstufung nicht ableiten.

Andere Forschungsentscheidungen setzen einen Kontrast

Parallel dazu begrenzt Novartis ein anderes Entwicklungsprogramm. Das Unternehmen erklärte am Montag, Fabhalta bei Lupusnephritis nicht in Teil 2 der Phase-2-Studie weiterzuentwickeln. Nach Unternehmensangaben beruht die Entscheidung auf strategischen Gründen.

Novartis betonte ausdrücklich, dass weder Wirksamkeits- noch Sicherheitsdaten aus dem ersten Studienteil den Ausschlag gegeben hätten. Der Entwicklungsstopp darf deshalb nicht als gemeldetes Scheitern an klinischen Endpunkten eingeordnet werden.

Davon zu unterscheiden ist der im September gemeldete Stopp von Studien mit dem CAR-T-Kandidaten rapcabtagene autoleucel, auch Rapcel genannt. Dabei hatten drei Patienten das Entzündungssyndrom IEC-HS entwickelt und waren gestorben. Die unterschiedlichen Hintergründe zeigen, warum sich Entscheidungen zu einzelnen Programmen nicht pauschal auf andere Wirkstoffe übertragen lassen.

Studiendaten vor dem nächsten Zahlenbericht

Nach der erwarteten Remibutinib-Präsentation folgt der nächste finanzielle Termin: Novartis dürfte am 27. Oktober 2026 die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegen.

Zunächst steht jedoch die klinische Einordnung im Vordergrund. Für die Bewertung von Remibutinib kommt es darauf an, welche zusätzlichen Aussagen die Präsentation zu Nutzen und Risiken ermöglicht. Die bereits erreichten primären Endpunkte bilden dafür den Ausgangspunkt – nicht den Abschluss der Beurteilung.

Anzeige

Stand heute, 21. Oktober: Novartis – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Novartis investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 21. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Novartis: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Novartis