Novartis: Sparpläne kommen gut an

Das Schweizer Index-Schwergewicht Novartis hat zum Wochenbeginn mit neuen Plänen zu Kostensenkungen auftrumpfen können. Der Pharmakonzern hat angekündigt, in den nächsten vier Jahren über 2.000 Stellen in der Schweiz streichen zu wollen.

Natürlich sind solche Pläne auch immer ein Politikum. Doch die Begründung, damit Überkapazitäten in der Produktion abbauen zu wollen, ist schwer zu widerlegen. Außerdem zeigt Novartis, dass man generell zum Standort Schweiz steht, weil hier wie bekannt eine neue Fertigungsstätte für Zell-und Gentherapien aufgebaut werden soll.

Pharma bleibt kompliziert

Dabei sollte weiterhin klar sein, dass das Pharmageschäft durchaus risikobehaftet ist. Nicht nur die aktuellen Probleme in Amerika, wo deutlicher Preisdruck von Regierungsseite aus aufgebaut wurde, könnten die zukünftigen Erträge verhageln. Darüber hinaus bleibt das Geschäft wie auch die Wahrnehmung an der Börse sehr volatil, wenn es um Möglichkeiten von Erfolg und Misserfolg in der Forschung geht.

Kann Novartis eine Rolle bei Jahresend-Rallye spielen?

Allerdings bieten Novartis bzw. seine Aktie für Anleger noch andere Überlegungen. Denn bei Spekulationen, ob der Schweizer Aktienmarkt eine Jahresend-Rallye schaffen könnte, speilt der Pharmagigant als Index-Schwergewicht natürlich auch eine wichtige Rolle. Das sieht man auch an den aktuellen Kursavancen.

Aktie im Vorwärtsdrang

Die Erholung in der Aktie in den letzten Monaten lief fast wie aus dem Lehrbuch. Nach einer kräftigen Rallye im Juli folgte die notwendige technische Konsolidierung, welche bis auf die begleitende 100-Tage-Linie zurückführte. Von dieser Stelle aus erfolgte der nächste Anlauf, der als Leitlinie die 50-Tage-Linie nutzt. Womit es nun spannend wird. Denn gelänge hier der Ausbruch über die Widerstandszone bei 83/84 Franken, dürfte das Jahreshoch von Ende Januar bei gut 88 Franken ins Visier genommen werden. Danach scheint alles möglich.

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