Novo Nordisk: 11,2 Milliarden Kronen für Aktienrückkauf

Novo Nordisk präsentiert positive Phase-3-Daten zu Semaglutid bei MASH und treibt Aktienrückkauf voran. Die Aktie erholt sich trotz Jahresminus.

Die Kernpunkte:
  • Phase-3-Erfolg bei Lebererkrankung MASH
  • Neue Semaglutid-Daten auf EASL-Kongress
  • Aktienrückkauf von bis zu 11,2 Milliarden Kronen
  • Aktie erholt sich um zehn Prozent

Der dänische Pharmakonzern richtet den Blick weit über das lukrative Geschäft mit Abnehm- und Diabetes-Spritzen hinaus. Auf dem EASL-Kongress in Barcelona präsentiert Novo Nordisk diese Woche neue klinische Daten zu Semaglutid. Das Ziel ist die Zulassung für eine der am meisten vernachlässigten chronischen Krankheiten der Welt.

Der stille Feind in der Leber

Im Zentrum steht MASH, eine fortschreitende und potenziell tödliche Lebererkrankung. Weltweit sind schätzungsweise 250 Millionen Menschen betroffen. Neun von zehn Fällen bleiben bislang unentdeckt. Die Krankheit verursacht Narbenbildung im Gewebe und gilt als eine der Hauptursachen für Transplantationen.

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Novo Nordisk stützt sich auf die Ergebnisse des Phase-3-Programms ESSENCE. Hier zeigte Semaglutid in der Dosierung von 2,4 Milligramm bereits signifikante Rückgänge bei Leberentzündungen und Fibrose. Neue Subgruppen-Analysen bestätigen nun ein günstiges Sicherheitsprofil. Die Daten umfassen erstmals auch spezielle Patientengruppen wie Frauen in der Menopause.

Pipeline wächst, Aktie erholt sich

Die Expansion in die Hepatologie unterstreicht die kommerzielle Reichweite des Wirkstoffs. Das Unternehmen baut seine Dominanz im Adipositas-Markt parallel dazu weiter aus. Erst Anfang Mai demonstrierte die STEP-UP-Studie einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von fast 28 Prozent bei frühen Respondern einer höher dosierten Wegovy-Behandlung.

An der Börse honorierten Investoren die jüngsten Fortschritte. Die Aktie kletterte auf Monatssicht um gut zehn Prozent und schloss am Freitag bei 38,74 Euro. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von rund 13 Prozent zu Buche.

Milliarden für eigene Aktien

Flankiert wird die klinische Offensive von einem massiven Aktienrückkauf. Bis Februar 2027 erwirbt Novo Nordisk eigene Papiere im Wert von bis zu 11,2 Milliarden Dänischen Kronen. Das Programm ist Teil einer übergeordneten Rückkauf-Tranche von insgesamt 15 Milliarden Kronen.

Der Terminkalender für die kommenden Monate ist dicht getaktet. Am 5. August präsentiert das Management die Halbjahreszahlen. Darauf folgen der Kapitalmarkttag am 21. September und die erwartete US-Zulassungsentscheidung für das Kombinationspräparat CagriSema im vierten Quartal.

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