Novo Nordisk Aktie: 15 Milliarden Kronen für Rückkäufe

Novo Nordisk treibt Aktienrückkäufe voran, während sinkende Preise durch steigende Absätze bei Wegovy-Tabletten ausgeglichen werden.

Die Kernpunkte:
  • Aktienrückkaufprogramm über 15 Milliarden Kronen
  • Wegovy-Tablette erreicht 3 Millionen Rezepte
  • Umsatzrückgang durch Volumenwachstum kompensiert
  • Kurs erholt sich vom Jahrestief

Novo Nordisk drückt aufs Tempo. Der dänische Pharmakonzern kauft im großen Stil eigene Aktien zurück. Das Management sendet damit ein klares Signal an den Markt. Denn hinter den Kulissen tobt ein harter Preiskampf um die begehrten Abnehmspritzen.

Milliarden für eigene Papiere

Seit Februar läuft ein gewaltiges Rückkaufprogramm. Bis zu 15 Milliarden Dänische Kronen will der Konzern investieren. Mehr als ein Drittel dieser Summe ist bereits geflossen. Bis Mitte Juni erwarb Novo Nordisk eigene Papiere für rund 5,27 Milliarden Kronen.

Mittlerweile hält das Unternehmen 0,8 Prozent des gesamten Aktienkapitals im eigenen Bestand. Diese Käufe stützen den Kurs. Sie zeigen das Vertrauen der Führungsetage in die eigene Strategie.

Volumen schlägt Preisverfall

Das operative Geschäft steht unter Druck. Im ersten Quartal sanken die bereinigten Umsätze um vier Prozent. Dennoch hob der Vorstand die Jahresprognose an. Der Grund: Die neue Wegovy-Tablette verkauft sich glänzend.

In nur fünf Monaten knackte die Pille die Marke von drei Millionen Rezepten in den USA. Auch bei den Spritzen dominiert Novo Nordisk. Wöchentlich stellen Ärzte 116.000 Rezepte für Wegovy aus. Damit kontrollieren die Dänen mehr als die Hälfte des globalen Marktes.

Dieser Volumenboom ist dringend nötig. Er muss sinkende Verkaufspreise ausgleichen. Staatliche Preisvereinbarungen drücken in den USA die Margen. International verliert der Wirkstoff Semaglutid in einigen Märkten seinen Patentschutz.

Erholung auf wackeligen Beinen

An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Erfolge. Aktuell notiert die Aktie bei 38,47 Euro und verbucht ein Tagesplus von 2,34 Prozent. Vom Jahrestief bei gut 30 Euro hat sich der Kurs damit spürbar erholt.

Die langfristige Bilanz bleibt schmerzhaft. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 41 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Kurs hat immerhin die 50-Tage-Linie bei 36,75 Euro zurückerobert.

Im zweiten Halbjahr 2026 startet die internationale Markteinführung der Wegovy-Tablette. Die Vereinigten Arabischen Emirate machen den Anfang. Gelingt die globale Expansion, kann das Unternehmen den amerikanischen Preisdruck weiter abfedern.

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