Novo Nordisk Aktie: 15 Milliarden Kronen Rückkauf bis Februar 2027

Der dänische Pharmakonzern kündigt ein milliardenschweres Rückkaufprogramm an und untermauert dies mit starken Quartalszahlen und einer angehobenen Prognose.

Die Kernpunkte:
  • Rekord-Rückkauf von 15 Milliarden Kronen
  • Wegovy-Pille übertrifft Analystenerwartungen
  • Neue Adipositas-Studie mit Lexicon gestartet
  • Aktie erholt sich nach Kurstief im März

Novo Nordisk dreht auf. Der dänische Pharmakonzern hat ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt – das größte der jüngeren Vergangenheit. Die Botschaft an die Anleger ist klar: Das Management glaubt an die eigene Stärke. Und das nach einem turbulenten Jahr, in dem der Aktienkurs zeitweise massiv unter Druck stand.

Der Kurs hat sich zuletzt erholt. Seit dem Tief Ende März bei 30,48 Euro legte das Papier um rund 25 Prozent zu. Auf Jahressicht steht aber immer noch ein Minus von knapp 37 Prozent. Mit 38,24 Euro notiert die Aktie gut zehn Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch deutlich unter dem 200-Tage-Mittel.

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11,2 Milliarden Kronen bis Februar 2027

Der Löwenanteil des Rückkaufprogramms läuft nun. Insgesamt sind 15 Milliarden dänische Kronen über zwölf Monate ab Februar 2026 vorgesehen. Die zweite Tranche startete am 6. Mai und läuft bis 1. Februar 2027 – mit einem Volumen von knapp 11,2 Milliarden Kronen. Das ist fast dreimal so viel wie die erste Tranche, die im Mai mit 3,8 Milliarden Kronen endete.

Bis zum 13. Mai hat Novo Nordisk bereits Aktien im Wert von 4,17 Milliarden Kronen zurückgekauft. Der Konzern hält rund 0,7 Prozent seiner Aktien als eigene Anteile.

Starke Quartalszahlen befeuern den Rückkauf

Die Rückkauf-Offensive wird durch gute Geschäftszahlen untermauert. Novo Nordisk hat die Jahresprognose angehoben – der Grund: die Anfang des Jahres in den USA eingeführte Wegovy-Pille. Im ersten Quartal kamen rund 1,3 Millionen Verschreibungen zusammen, der Umsatz lag mit 2,26 Milliarden Kronen fast doppelt so hoch wie von Analysten erwartet.

Das bereinigte operative Ergebnis übertraf die Schätzung mit 32,86 Milliarden Kronen um rund vier Milliarden. Die Sparte um Ozempic, Wegovy und Rybelsus setzte 63,25 Milliarden Kronen um – knapp 65 Prozent des gesamten Quartalsumsatzes.

Für 2026 erwartet Novo Nordisk nun einen Rückgang des bereinigten Umsatzes und Gewinns um 4 bis 12 Prozent – eine engere Spanne als bisher. Kein Wunder: Die Wegovy-Pille läuft deutlich besser als gedacht, der Wettbewerb durch Eli Lilly bleibt aber intensiv.

Pipeline wächst über GLP-1 hinaus

Parallel zum Rückkauf baut Novo Nordisk die Pipeline aus. Gemeinsam mit Lexicon Pharmaceuticals läuft eine Phase-1-Studie zu LX9851, einem oralen Wirkstoff gegen Adipositas. Das Präparat hemmt das Enzym ACSL5 und greift damit auf neue Weise in den Fettstoffwechsel ein.

96 Probanden nehmen an der Studie teil, die im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein soll. Lexicon hat bereits zwei Meilensteinzahlungen von je zehn Millionen Dollar erhalten. Insgesamt sind bis zu einer Milliarde Dollar an Zahlungen möglich.

Wettbewerbsrisiken bleiben

So ermutigend die Entwicklung ist: Die Risiken sind nicht verschwunden. Der Preisdruck hält an, Lilly bleibt ein harter Konkurrent, und die Verschreibungszahlen für injizierbare GLP-1-Präparate schwächeln. Hinzu kommen regulatorische Unsicherheiten.

Novo Nordisk gibt sich dennoch zuversichtlich. Der nächste große Termin ist die ADA-Konferenz am 7. Juni 2026. Dort will das Management über den Fortschritt der Pipeline und die weitere Strategie informieren.

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