Novo Nordisk Aktie: 8,71 Milliarden Kronen zurückgekauft

Novo Nordisk setzt den Aktienrückkauf fort, während Wettbewerbsdruck und Pipeline-Rückschläge die Kursentwicklung belasten. Der Capital Markets Day folgt.

Die Kernpunkte:
  • Rückkäufe erreichen 8,71 Milliarden Kronen
  • Aktie seit Jahresbeginn 8,9 Prozent schwächer
  • Deutsche Bank stuft Novo Nordisk ab
  • Neue Ziele am 21. September angekündigt

Novo Nordisk treibt sein Rückkaufprogramm konsequent voran. Bis zum 28. August hat der dänische Pharmakonzern seit dem 4. Februar insgesamt 30.979.179 B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 281,08 dänischen Kronen zurückgekauft, das entspricht einem Gesamtvolumen von 8,71 Milliarden Kronen. Das Programm ist auf 15 Milliarden Kronen über zwölf Monate angelegt und damit gut zur Hälfte ausgeschöpft.

Bereits in der Woche zuvor, zwischen dem 17. und 21. August, hatte Novo Nordisk zusätzliche 1.045.000 B-Aktien erworben. Die kumulierten Rückkäufe unter diesem Programm summierten sich damit auf 15.170.000 B-Aktien im Wert von rund 4,59 Milliarden Kronen. Zum 21. August hielt das Unternehmen 43.969.876 B-Aktien als eigene Anteile, was 1,0 Prozent des Aktienkapitals entspricht.

Kapitalrückführung trifft auf schwieriges Marktumfeld

Für Anleger ist das Rückkauftempo ein Signal: Das Management sieht trotz zuletzt gedämpfter Wachstumsaussichten keinen Grund, das Programm zu verlangsamen. Das passt zu einem Aktienkurs, der sich in schwierigem Fahrwasser bewegt. Am Freitag schloss das Papier bei 40,09 Euro, ein Rückgang von 1,8 Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresbeginn steht die Aktie mit 8,9 Prozent im Minus, auf Zwölfmonatssicht beträgt der Rückgang 17 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 54,86 Euro, notiert Ende Januar, trennen die Aktie inzwischen 27 Prozent. Umgekehrt liegt der Kurs rund 33 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 30,25 Euro, das erst Anfang März markiert wurde.

Diese Spanne zeigt, wie volatil das Papier in den vergangenen Monaten gehandelt wurde – die 30-Tage-Volatilität liegt annualisiert bei 41 Prozent, ein für einen Large-Cap-Pharmawert ungewöhnlich hoher Wert.

Der Rückkauf eigener Aktien zu einem Durchschnittspreis von umgerechnet deutlich über dem aktuellen Kursniveau wirft die Frage auf, ob das Timing des Programms günstig gewählt ist. Novo Nordisk kauft seit Februar kontinuierlich zurück, unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen – ein Ansatz, der auf eine strategische, nicht opportunistische Kapitalallokation hindeutet.

Wettbewerbsdruck und Pipeline-Rückschläge belasten

Der Kursrutsch der vergangenen Monate hat mehrere Ursachen. Zum einen verschärft Eli Lilly mit seinem oralen Adipositas-Präparat Foundayo, das im August in Großbritannien startete und derzeit in mehr als 40 Märkten zur Zulassung ansteht, den Wettbewerbsdruck im lukrativen Abnehmmarkt. Zum anderen belastet die gescheiterte Studie zum Herz-Kreislauf-Medikament Ziltivekimab die Pipeline-Perspektiven des Konzerns.

Deutsche Bank reagierte darauf Ende August mit einer Herabstufung auf „Sell“ und einem Kursziel von 265 dänischen Kronen. Die Analysten begründeten den Schritt mit einem erwarteten langsameren Wachstum im Jahr 2027, den Pipeline-Rückschlägen sowie erheblichen Risiken durch auslaufende Patente in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts.

Ausblick: Capital Markets Day als nächster Prüfstein

Der nächste wichtige Termin für Investoren ist der Capital Markets Day am 21. September in London. Dort will das Management eine umfassende Übersicht über Strategie, Forschungspipeline, operatives Geschäft und Geschäftsentwicklung geben.

Novo Nordisk kündigte zudem an, im Rahmen der Veranstaltung neue strategische Ziele vorzustellen – ein Termin, der angesichts der jüngsten Kursschwäche und der Analystenkritik als richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung gelten dürfte.

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