Novo Nordisk Aktie: Absturz nach Studien-Desaster
Eine direkte Studie zeigt unterlegene Wirksamkeit von Novo Nordisks CagriSema. Der Konzern reagiert mit drastischen Preissenkungen und korrigiert die Umsatzprognose für 2026 nach unten.

- Klinische Studie verfehlt primäres Ziel gegen Zepbound
- Aktienkurs verliert rund 20 Prozent in einer Woche
- Preise für Wegovy und Ozempic werden um bis zu 50% gesenkt
- Erster prognostizierter Jahresumsatzrückgang seit 2017
Einst unangefochtener Marktführer im Abnehm-Sektor, befindet sich Novo Nordisk nun in einer schweren Vertrauenskrise. Ein entscheidender Vergleichstest gegen den Erzrivalen Eli Lilly lieferte enttäuschende Ergebnisse und schickte den Kurs auf eine massive Talfahrt. Während die Marktdominanz bröckelt, reagiert der dänische Pharmariese mit drastischen Preissenkungen, doch Anleger fragen sich: Reicht das, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten?
Schwere Schlappe gegen Eli Lilly
Der Wochenauftakt glich einem Debakel: Am Montag brach die Aktie massiv ein, nachdem die Ergebnisse der REDEFINE-4-Studie veröffentlicht wurden. In diesem direkten Vergleich trat der Hoffnungsträger CagriSema gegen Eli Lillys Zepbound an. Das bittere Resultat: Das Medikament verfehlte das primäre Ziel, eine gleichwertige oder bessere Gewichtsabnahme als das Konkurrenzprodukt zu beweisen.
Für Novo Nordisk ist dies ein harter Schlag, da CagriSema als zentraler Baustein der zukünftigen Wachstumsstrategie positioniert war. Analysten von JP Morgan reagierten prompt und stuften die Aktie herab. Der Markt straft das Papier gnadenlos ab: Allein in der vergangenen Woche verlor der Titel rund 20 % an Wert und notiert aktuell bei nur noch 31,95 Euro.
Preiskampf und Marktanteilsverluste
Zusätzlich zur Studienniederlage erhöht sich der wirtschaftliche Druck. Um im Wettbewerb zu bestehen, kündigte der Konzern an, die US-Listenpreise für seine Blockbuster Wegovy und Ozempic ab dem 1. Januar 2027 um bis zu 50 % zu senken. Zwar betonte US-Chef Jamey Millar, dass dieser Schritt isoliert betrachtet den Nettoumsatz nicht belasten solle, doch er verdeutlicht die neue Realität: Die Preismacht schwindet.
Marktbeobachter sehen darin eine Reaktion auf die veränderten Kräfteverhältnisse. Novo Nordisk hat laut CNBC-Schätzungen inzwischen Marktanteile verloren und hält nur noch rund 40 % des GLP-1-Marktes, während Eli Lilly auf etwa 60 % davongezogen ist.
Hoffnungsträger in der Pipeline
Inmitten der Krise versucht das Management, den Blick nach vorn zu richten. Eine neue, bis zu 2,1 Milliarden Dollar schwere Partnerschaft mit Vivtex soll die Entwicklung von Tabletten vorantreiben – ein entscheidender Faktor für den zukünftigen Patientenkomfort. Gleichzeitig gab es einen Lichtblick aus China: Der Wirkstoff UBT251 zeigte in Phase-2-Studien vielversprechende Gewichtsreduktionen von fast 20 % nach 24 Wochen.
Düsterer Ausblick
Die finanzielle Gesamtsituation bleibt jedoch belastend. Seit dem Hoch Mitte 2024 hat die Aktie rund 75 % an Wert eingebüßt und auch auf Jahressicht (YTD) steht ein Minus von über 28 %. Für das Jahr 2026 stellt das Unternehmen nun sogar einen Umsatzrückgang von 5 bis 13 % in Aussicht – es wäre das erste Minus auf Jahresbasis seit 2017.
Ob die strategische Neuausrichtung auf orale Medikamente und neue Wirkstoffe den Abwärtstrend stoppen kann, wird sich spätestens bei den nächsten Quartalszahlen zeigen, die für den 6. Mai 2026 erwartet werden. Bis dahin bleibt die Aktie angesichts der gesenkten Prognosen und des harten Wettbewerbsumfelds unter schwerem Beschuss.
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