Novo Nordisk Aktie: BMO senkt Kursziel auf $40
BMO reduziert das Kursziel; US-Wettbewerb und Verzögerungen belasten die Perspektiven, während der Neunmonatsbericht am 4. November folgt.

- BMO setzt Kursziel auf 40 Dollar
- Ozempic verliert in den USA Marktanteile
- FDA-Prüfung für Denecimig dauert länger
- Neunmonatszahlen erscheinen am 4. November
Die Vorzeichen vor dem anstehenden Zwischenbericht von Novo Nordisk haben sich spürbar eingetrübt. BMO Capital hat das Kursziel für den dänischen Pharmakonzern am Montag von $47 auf $40 gesenkt und die Einstufung auf Market Perform belassen.
Die Analysten verweisen auf eine anspruchsvolle Vergleichsbasis aus dem Vorjahr für das dritte Quartal sowie auf schwindende Marktanteile in den USA, die das Umsatzwachstum des Blockbusters Ozempic dämpfen dürften.
Damit gerät der dänische Hersteller von Diabetes- und Adipositas-Präparaten von mehreren Seiten in Zugzwang. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 34,49 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von 22 Prozent.
Konkurrenzdruck und regulatorische Verzögerungen
Neben den operativen Herausforderungen im US-Geschäft wächst der Wettbewerb im lukrativen Markt für gewichtsreduzierende Medikamente. Gestern empfahl der Ausschuss der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA die EU-Zulassung für eine orale Abnehmpille des US-Rivalen Eli Lilly.
Für Novo Nordisk bedeutet dies perspektivisch mehr Konkurrenz im europäischen Raum, während das Unternehmen in Indien eine eigene Markteinführung von oralem Semaglutid für Mitte 2027 anvisiert, sofern die dortigen Aufsichtsbehörden zustimmen.
Zusätzlich musste der Konzern Anfang des Monats eine Verzögerung in den USA hinnehmen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Überprüfung des Hämophilie-A-Kandidaten Denecimig verlängert, da an einer Produktionsstätte noch Nachbesserungen erforderlich sind.
Zwar stellte die FDA keine Mängel an den vorgelegten Sicherheits- oder Wirksamkeitsdaten fest und Novo Nordisk bekräftigte seinen Finanzausblick für 2026. Dennoch verschiebt sich die angestrebte Markteinführung in den USA bei erfolgreicher Zulassung nun in die erste Jahreshälfte 2027.
Neunmonatsbericht bringt Klarheit
Gegen die anhaltende Kursschwäche setzt das Management weiterhin auf eigene Mittel. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb Novo Nordisk zwischen dem 5. und 9. Oktober weitere 1.245.000 B-Aktien für rund 311,6 Millionen dänische Kronen. Seit dem Start der Maßnahme am 4. Februar summieren sich die Rückkäufe damit auf knapp 37,85 Millionen Papiere.
Klarheit über das tatsächliche Ausmaß der Bremsspuren bei Ozempic erhalten Anleger am 4. November. Dann veröffentlicht das Unternehmen um 07:30 Uhr seine Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2026. Bis dahin notiert das Papier mit einem Abschlag von 12 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 39,01 Euro.
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