Novo Nordisk Aktie: CHMP empfiehlt FREHEMGO
Novo Nordisk investiert weiter in den Aktienrückkauf, präsentiert CagriSema-Daten und erhält europäische Empfehlungen für zwei Präparate.

- 34,2 Millionen B-Aktien erworben
- Rückkäufe summieren sich auf 9,63 Milliarden DKK
- CagriSema erzielt deutliche Gewichtsabnahmen
- CHMP empfiehlt FREHEMGO und Sogroya
Novo Nordisk setzt sein laufendes milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm kontinuierlich fort. Wie das dänische Pharmaunternehmen mitteilte, erwarb der Konzern bis zum 18. September 2026 insgesamt 34.174.179 B-Aktien. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 281,79 DKK je Anteilsschein.
Das gesamte Transaktionsvolumen beläuft sich damit bisher auf 9.629.922.935 DKK. Das Programm wurde am 4. Februar 2026 aufgelegt und besitzt ein Gesamtvolumen von bis zu 15 Milliarden DKK. An der Börse notiert das Papier vorbörslich bei 34,90 Euro, nachdem die Aktie gestern bei 34,84 Euro aus dem Handel gegangen war.
Studiendaten liefern neue Erkenntnisse zu CagriSema
Parallel zu den Kapitalmaßnahmen legte der Konzern gestern detaillierte Resultate aus seinem klinischen Entwicklungsprogramm vor. In der Studie REDEFINE 9 untersuchte das Unternehmen den Wirkstoffkandidaten CagriSema in einer Dosierung von 1,0 mg/1,0 mg. Bei Erwachsenen mit Übergewicht oder Adipositas erreichte das Präparat in Woche 68 einen Gewichtsverlust von 21 Prozent gegenüber Placebo.
Zusätzliche Daten stammen aus der Untersuchung REIMAGINE 5 bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes. Hier erzielte CagriSema in derselben Dosierung nach 60 Wochen eine Gewichtsabnahme von 12,4 Prozent.
Die Vergleichsgruppe unter Tirzepatid in einer Dosierung von 5 mg erreichte im selben Zeitraum eine Reduktion von 9,1 Prozent. Zudem wies das Mittel eine nicht-unterlegene Senkung des HbA1c-Wertes auf.
Die neuen Studienergebnisse unterstreichen die Bestrebungen von Novo Nordisk, die Marktposition im Bereich der Stoffwechselerkrankungen weiter auszubauen.
Regulatorische Empfehlungen für europäische Zulassungen
Auch abseits der Adipositas-Pipeline verzeichnete das Unternehmen in den vergangenen Tagen Fortschritte auf europäischer Ebene. Am Donnerstag sprach sich der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur für die Zulassung von FREHEMGO (denecimig) aus. Das Präparat dient der Behandlung von Hämophilie A mit oder ohne Inhibitoren bei Erwachsenen und Kindern.
FREHEMGO ist das erste FVIIIa-Mimetikum, das eine Prophylaxe in Intervallen von einmal wöchentlich, alle zwei Wochen oder einmal monatlich im Fertigpen ermöglicht. Das Unternehmen plant die Markteinführung in ersten europäischen Ländern im vierten Quartal 2026. Eine breite Verfügbarkeit in der Europäischen Union wird ab Anfang 2027 angestrebt.
Zusätzlich empfahl der CHMP am Freitag das langwirksame Wachstumshormon Sogroya (somapacitan). Die Empfehlung zur wöchentlichen Anwendung umfasst Kinder in Europa, die von idiopathischem Kleinwuchs mit anhaltender Wachstumsstörung betroffen sind.
Strategische Initiativen zur Angebotserweiterung
Gestern gab das Management zudem strategische Ziele bekannt. CEO Mike Doustdar kündigte an, die Produktpipeline gezielt auszubauen. Geplant ist unter anderem, bis zum Jahr 2030 mindestens fünf neue Blockbuster im Markt zu etablieren.
Laut Bloomberg reagierten die Marktteilnehmer im frühen gestrigen Handel zunächst verhalten auf die langfristigen Umsatzziele, wobei das Papier zeitweise um bis zu 7,7 Prozent nachgab. Vorbörslich zeigt sich die Notierung heute mit einem Plus von 0,2 Prozent stabilisiert.
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