Novo Nordisk Aktie: Denecimig-Verzögerung?
Der Konzern kaufte weitere eigene Aktien, während FDA-Prüfung, Wegovy-Daten und ein Lizenzabkommen die Pipeline prägten.

- 36,6 Millionen B-Aktien zurückgekauft
- Rückkaufvolumen erreicht 10,25 Milliarden DKK
- FDA-Prüfung von Denecimig verlängert
- Hengrui-Lizenz für HRS-1596 vereinbart
Am 5. Oktober veröffentlichte Novo Nordisk Details zu seinem laufenden Aktienrückkaufprogramm. Im Zeitraum vom 28. September bis zum 2. Oktober erwarb der dänische Pharmakonzern 1.225.000 eigene B-Aktien. Dafür wendete das Unternehmen eine Summe von 307.428.837 DKK auf.
Damit summierten sich die Rückkäufe seit dem Start der Maßnahme am 4. Februar bis zum Stichtag 2. Oktober auf 36.604.179 B-Aktien. Der gesamte Transaktionswert belief sich bis zu diesem Zeitpunkt auf 10.247.270.869 DKK.
Der festgelegte Rahmen sieht ein Maximalvolumen von bis zu 15 Milliarden DKK über eine Laufzeit von zwölf Monaten ab dem 4. Februar 2026 vor. Novo Nordisk hat damit bereits den überwiegenden Teil der Mittel eingesetzt, um Anteile über die Börse einzuziehen.
Verzögerung bei Denecimig und US-Zeitplan
Auf der regulatorischen Seite musste der Konzern vor rund zwei Wochen eine Verzögerung hinnehmen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA verlängerte ihre Prüfung des Wirkstoffs Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A. Hintergrund sind laufende Nachbesserungsarbeiten an einer Produktionsstätte.
Einen neuen Zeitplan für die Entscheidung nannte die Behörde bislang nicht. Zugleich stellte die Aufsicht keine Mängel bei den eingereichten klinischen Daten zur Wirksamkeit oder Sicherheit des Präparats fest.
Für das laufende Geschäftsjahr sieht das Management durch die behördliche Verlängerung keine finanziellen Einschränkungen. Novo Nordisk betonte, dass die Verzögerung den Finanzausblick für 2026 nicht beeinflusst. Unter dem Vorbehalt einer erfolgreichen Zulassung peilt das Unternehmen eine Markteinführung in den USA in der ersten Jahreshälfte 2027 an.
Studiendaten zu Wegovy und neue Pipeline-Rechte
In der Kernsparte Adipositas gab es vor rund zwei Wochen neue Studienergebnisse auf dem europäischen Diabeteskongress EASD 2026. Eine Analyse zeigte, dass Wegovy bei neun von zehn Erwachsenen mit Fettleibigkeit und Fettleber den Leberfettgehalt auf Normalwerte reduzierte.
Zusätzliche Daten aus der OCTANE-Studie ergaben, dass Patienten nach einem Wechsel von injizierbaren GLP-1-Präparaten zur Wegovy-Tablette nach drei Monaten durchschnittlich 4,1 Prozent an Körpergewicht verloren, sofern sie die Therapie fortführten. Beim Kandidaten CagriSema berichtete Novo Nordisk von günstigen Effekten auf Organ- und Knochenwerte sowie einem Rückgang von Heißhungergedanken.
Ergänzend stärkte Novo Nordisk vor rund zwei Wochen die Entwicklungspipeline durch einen Lizenzdeal mit Hengrui Pharma für den Wirkstoffkandidaten HRS-1596. Die Dänen sicherten sich damit die exklusiven Rechte für Entwicklung, Herstellung und Vermarktung außerhalb von Festlandchina, Hongkong, Macau und Taiwan.
Am Aktienmarkt reagierten die Anleger zuletzt verhalten auf die Gemengelage aus Kapitalrückflüssen, Zulassungsfragen und Forschungsdaten. Am Freitag ging die Aktie bei 34,40 Euro aus dem Handel, was einem Tagesplus von 1,3 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier dennoch ein Minus von 22 Prozent.
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