Novo Nordisk Aktie: Drei Knallermeldungen zum Jahreswechsel
Novo Nordisk erhält FDA-Freigabe für Wegovy-Pille und sichert Patentschutz in China, startet aber mit aggressiven Preisen. Die Aktie verharrt trotz positiver Nachrichten in einer Seitwärtsbewegung.

- Zulassung für erstes orales GLP-1-Medikament in den USA
- Patentschutz in China bis März 2026 gesichert
- Aggressiver US-Einstiegspreis von 149 Dollar monatlich
- Aktie bewegt sich weiterhin in Seitwärtsrange
Das Jahr 2025 endete für Novo Nordisk deutlich besser als die meisten Monate zuvor. Zwischen Ende Dezember und Anfang Januar 2026 häuften sich positive Nachrichten: FDA-Zulassung für die Wegovy-Pille, Patentschutz in China gesichert und der sofortige US-Marktstart zum Kampfpreis. Doch die Aktie reagiert verhalten. Sie bewegt sich seit August 2025 in einer Seitwärtsrange zwischen 300 und 400 dänischen Kronen. Kann dieser Dreifach-Impuls jetzt den Ausbruch bringen?
FDA gibt grünes Licht für orale GLP-1-Therapie
Am 22. Dezember 2025 erteilte die US-Arzneimittelbehörde die Zulassung für die Wegovy-Pille – das erste orale GLP-1-Medikament zur langfristigen Gewichtsreduktion. Die Studienergebnisse zeigen vergleichbare Effekte zur wöchentlichen Injektion. Bereits Anfang Januar 2026 startete der Verkauf in den USA mit einem aggressiven Einstiegspreis von 149 Dollar monatlich. Weight Watchers kündigte am 5. Januar an, die Tablette über seine GLP-1-Plattform anzubieten. Mitglieder können sie für 149 Dollar pro Monat beziehen – deutlich günstiger als bisherige Lösungen.
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Dave Moore, Executive Vice President bei Novo Nordisk, betonte die Bedeutung für bisher unversorgte Patienten. Die tägliche Tablette soll vor allem jene ansprechen, die Injektionen scheuen. Weight Watchers liefert interne Daten mit: Mitglieder, die GLP-1-Medikamente mit Verhaltensunterstützung kombinieren, verloren nach einem Monat 61,3 Prozent mehr Gewicht als ohne Begleitung. Nach zwölf Monaten lag der Unterschied noch bei 29,1 Prozent.
China bestätigt Semaglutid-Patent bis März 2026
Der Oberste Volksgerichtshof in Peking entschied am 31. Dezember zugunsten von Novo Nordisk und sicherte den Patentschutz für Semaglutid bis März 2026. CEO Mike Doustdar sprach von einem “sehr positiven Ergebnis”, das die Unterstützung der chinesischen Regierung für medizinische Innovationen belege. Die Entscheidung verschafft dem Konzern eine Atempause vor dem Ansturm lokaler Generika-Hersteller.
Doch das Management dämpft Euphorie: Ab 2026 rechnet man mit Umsatzrückgängen, sobald chinesische Konkurrenten in den Markt drängen. Ende Dezember senkte Novo Nordisk die Wegovy-Preise in China um bis zu 50 Prozent. Die Strategie ist klar – Marktanteile sichern statt auf hohe Margen setzen. Bei 148 Millionen Diabetikern im Land geht es um gewaltige Volumina. Eli Lilly zog mit Preissenkungen nach und unterstreicht den harten Wettbewerb.
Analysten sehen Luft nach oben
J.P. Morgan hält an der Kaufempfehlung fest und setzt das Kursziel bei 350 Kronen (47 Euro). Die Deutsche Bank liegt mit 475 Kronen (63,50 Euro) deutlich darüber. Charttechnisch hat die Aktie die 50-Tage-Linie bei rund 42 Euro überwunden und notiert aktuell um 44 Euro. Die Unterstützung bei 40 Euro hält seit August stabil. Ein Durchbruch über den 200-Tage-Durchschnitt bei 52,32 Euro würde den Weg in Richtung 60 bis 70 Euro öffnen.
Noch fehlt der finale Befreiungsschlag. Trotz FDA-Zulassung und Patentsieg in China bleibt die Aktie in der Seitwärtsphase gefangen. Beobachter vermuten, dass diese Entwicklungen bereits weitgehend eingepreist sind. Entscheidend wird, ob Novo Nordisk die Produktionskapazitäten ausreichend hochfahren kann und ob die Quartalszahlen im Februar überzeugen. In Europa steht noch eine EMA-Entscheidung zur oralen Wegovy-Version aus – erwartet im Laufe des Jahres 2026.
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