Novo Nordisk Aktie: Goldman sieht 24% Potenzial

Goldman Sachs erhöht das Kursziel für Novo Nordisk deutlich, nachdem die orale Wegovy-Pille einen starken Marktstart verzeichnete. Analysten sind jedoch über die Bewertung uneins.

Die Kernpunkte:
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 436 DKK an
  • Orale Wegovy-Pille startet mit starken Patientenzahlen
  • FDA-Verzögerung bei Konkurrenzprodukt verschafft Vorsprung
  • Analystenmeinungen reichen von Buy bis Sell

Novo Nordisk verzeichnet am Donnerstag deutliche Kursgewinne, nachdem Goldman Sachs das Kursziel kräftig angehoben hat. Der dänische Pharmakonzern profitiert vom erfolgreichen Start seiner oralen Wegovy-Pille – doch die Analystenmeinungen gehen auseinander.

Goldman Sachs hebt Kursziel deutlich an

Goldman Sachs hat am Donnerstagmorgen das Kursziel für Novo Nordisk von 352 DKK auf 436 DKK erhöht und die Einstufung auf “Buy” bestätigt. Analyst James Quigley sieht vor allem in der neu eingeführten oralen Wegovy-Tablette einen kurzfristigen Wachstumstreiber. Die Begründung: Das Medikament erreichte bereits Mitte Januar rund 3.100 Patienten – nur zwei Wochen nach Markteinführung Anfang Januar 2026.

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Die FDA hatte die 25-mg-Formulierung am 22. Dezember 2025 zugelassen. Mit dem oralen Präparat zielt Novo Nordisk auf Patienten ab, die Spritzen ablehnen. Ein strategischer Schritt: Der Selbstzahlerpreis liegt bei etwa 149 Dollar pro Monat für die Startdosis – deutlich unter dem üblichen Niveau von 350 Dollar, das die Regierung für staatlich finanzierte Programme ausgehandelt hat.

Analysten uneins über Bewertung

Während Goldman Sachs bullish bleibt, zeigen sich andere Häuser zurückhaltend:

  • Barclays bestätigte ein “Neutral”-Rating mit Kursziel 360 DKK – nahe dem aktuellen Kurs
  • Jefferies stufte die Aktie überraschend auf “Sell” herunter, Kursziel nur 270 DKK, und verweist auf Bewertungsrisiken

Die Spanne zwischen den Kurszielen verdeutlicht die Unsicherheit über die tatsächliche Adoptionsrate der oralen Therapie. Das Forward-KGV von 16,2x (2025e) liegt über dem Branchenschnitt, wird aber von Befürwortern mit dem erweiterten Marktpotenzial gerechtfertigt.

Wettbewerbsvorteil durch FDA-Verzögerung

Ein weiterer Rückenwind: Die FDA verschob die Entscheidung über Eli Lillys konkurrierendes orales Medikament Orforglipron vom späten März auf den 10. April 2026. Das verschafft Novo Nordisk einen exklusiven Zeitvorsprung im lukrativen Segment der oralen GLP-1-Präparate.

Allerdings bleibt die Kostenübernahme durch Versicherer eine Hürde. Pennsylvania hat die Medicaid-Abdeckung für Abnehmmittel ab Januar 2026 eingestellt – ein Beispiel für den anhaltenden Konflikt zwischen Nachfrage und Erstattungsbereitschaft der Kostenträger.

Die kommenden Wochen werden entscheidend: Finalisierte Verschreibungszahlen für Januar zeigen, ob die Markteinführung nachhaltig Dynamik entwickelt. Die Q4-Zahlen dürften dann Klarheit schaffen, ob Goldman Sachs’ optimistische These oder die Skepsis von Jefferies gerechtfertigt ist.

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