Novo Nordisk Aktie: Lizenz für AlivaMab-Plattformen erworben

Die Kooperation erweitert Novo Nordisks Möglichkeiten in der frühen Antikörperentwicklung; Citi senkte das Kursziel auf 296 dänische Kronen.

Die Kernpunkte:
  • Nicht-exklusive Lizenz für AlivaMab-Plattformen
  • Finanzielle Details zunächst nicht veröffentlicht
  • Citi reduzierte das Kursziel auf 296 Kronen
  • Aktie seit Jahresbeginn 21 Prozent niedriger

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk erweitert seine technologischen Grundlagen in der Wirkstoffforschung. Wie das Unternehmen Ablexis gestern mitteilte, hat Novo Nordisk eine nicht-exklusive Lizenz zur Nutzung der firmeneigenen AlivaMab-Mouse-Plattformen erworben.

Die Vereinbarung soll die Entdeckung neuartiger Antikörper unterstützen und die Kapazitäten in den frühen Entwicklungsphasen stärken. Finanzielle Einzelheiten zu der Vereinbarung mit dem Plattformbetreiber wurden zunächst nicht veröffentlicht.

Ergänzung der Pipeline nach Zukäufen

Die Partnerschaft fügt sich in die jüngsten Bemühungen ein, das Produktportfolio über bestehende Kerntherapien hinaus zu diversifizieren. Vor rund zwei Wochen sicherte sich Novo Nordisk im Rahmen einer Lizenzvereinbarung mit Hengrui Pharmaceuticals die exklusiven Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung des oralen GLP-1/GIP-Kandidaten HRS-1596 außerhalb von Festlandchina, Hongkong, Macau und Taiwan.

Für diesen Wirkstoffkandidaten leistete der Konzern eine Vorauszahlung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar. Vereinbart wurden zudem potenzielle Meilensteinzahlungen, die das Gesamtvolumen der Vereinbarung auf bis zu 2,6 Milliarden US-Dollar anwachsen lassen können, ergänzt um künftige Lizenzgebühren. Die jüngste Technologiekooperation mit Ablexis soll nun auf Ebene der Antikörper-Entwicklung zusätzliche Ansatzpunkte liefern.

Zurückhaltende Töne von Analystenseite

Während Novo Nordisk seine Forschungsprojekte vorantreibt, zeigen sich Branchenbeobachter mit Blick auf das längerfristige Ertragsprofil vorsichtiger. Die US-Bank Citi senkte am 9. Oktober ihr Kursziel für die Aktie von 310 auf 296 dänische Kronen und behielt ihre Einstufung auf Neutral bei.

Medienberichten zufolge verwiesen die Experten auf begrenzte Aussichten für weiteres Margenwachstum. Das Analysehaus hob zwar einzelne Schätzungen für die Jahre 2026 und 2027 an, stutzte im Gegenzug jedoch die Erwartungen an das längerfristige Gewinnwachstum.

Aktie ringt um Bodenbildung

An den Finanzmärkten spiegelt sich die Mischung aus Pipeline-Initiativen und gedämpften Margenerwartungen in einer verhaltenen Kursentwicklung wider. Am heutigen Donnerstag notiert das Papier von Novo Nordisk mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 34,60 Euro. Die Anleger blicken dennoch auf ein anspruchsvolles Börsenjahr zurück: Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertverlust von 21 Prozent.

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