Novo Nordisk Aktie: Rückkauf über 8,08 Milliarden Kronen

Novo Nordisk treibt Aktienrückkäufe voran, doch Wettbewerbsdruck und enttäuschende Studiendaten belasten den Kurs weiterhin.

Die Kernpunkte:
  • Rückkaufprogramm schreitet planmäßig voran
  • Aktie verliert trotzdem an Wert
  • Wettbewerbsdruck durch Eli Lillys Foundayo
  • Exklusivstatus bei CVS Caremark endet

Novo Nordisk hat am Montag den Fortschritt seines laufenden Aktienrückkaufprogramms offengelegt. Bis zum 14. August erwarb der dänische Pharmakonzern insgesamt 28.884.179 B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 279,80 dänischen Kronen, was einem Transaktionsvolumen von rund 8,08 Milliarden dänischen Kronen entspricht.

Das Programm läuft seit dem 4. Februar und ist auf ein Gesamtvolumen von 15 Milliarden Kronen über zwölf Monate angelegt. Mittlerweile hält das Unternehmen 42.924.876 B-Aktien als eigene Anteile, das entspricht einem Prozent des Grundkapitals.

Der Rückkauf läuft damit unbeirrt weiter, während die Aktie selbst unter Druck steht. Im deutschen Handel schloss das Papier am Montag bei 38,84 Euro, ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von 11 Prozent zu Buche, und der Kurs notiert derzeit 3,5 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Die kontinuierlichen Käufe eigener Aktien konnten die fundamentalen Belastungsfaktoren bislang nicht ausgleichen.

Wettbewerbsdruck im Obesity-Geschäft belastet Bewertung

Die Halbjahreszahlen, die vor rund zwei Wochen veröffentlicht wurden, brachten trotz angehobener Jahresprognose einen deutlichen Kursrückgang – das Papier legte seither um 1,2 Prozent zu, konnte den ursprünglichen Einbruch also nur teilweise aufholen. Investoren sorgten sich vor allem um die Preisentwicklung in den USA und die Qualität des Wachstums für die zweite Jahreshälfte.

Auch enttäuschende Studienergebnisse aus der ZEUS-Studie belasten das Sentiment weiter – seit deren Bekanntgabe vor rund zwei Wochen verlor die Aktie 2,7 Prozent. Der Wirkstoff Ziltivekimab hatte zwar seine Zielstruktur erreicht und die Entzündungsmarker gesenkt, konnte aber keine Reduktion schwerer kardiovaskulärer Ereignisse gegenüber Placebo zeigen.

Das Unternehmen kündigte deswegen eine nicht zahlungswirksame Wertminderung für das dritte Quartal an, die laut Konzernangaben die Gewinnprognose für 2026 nicht beeinträchtigen soll.

Zusätzlichen Gegenwind liefert der Wettbewerb im oralen Obesity-Segment. Die Analysten von Berenberg stuften die Aktie am 12. August von Kaufen auf Halten zurück und senkten das Kursziel auf 47 US-Dollar von zuvor 50 US-Dollar. Als Begründung nannte das Bankhaus die sich verschärfende Konkurrenz durch orale Abnehmmedikamente, insbesondere durch das Präparat Foundayo von Eli Lilly.

Berenberg sprach davon, dass die „leichten Gewinne“ der ursprünglichen These rund um die Wegovy-Pille bereits realisiert seien. Am selben Tag bestätigte BMO Capital seine Halten-Einstufung, und bereits am 7. August hatte auch die DZ Bank eine entsprechende Bewertung ausgegeben.

Formularverlust bei CVS Caremark rückt näher

Zusätzliche Unsicherheit bringt ein bereits bekannter, aber näher rückender Termin: Zum 1. Oktober wird der US-Pharmabenefitmanager CVS Caremark weitere Abnehmmedikamente auf seine größten kommerziellen Formularlisten aufnehmen. Damit fällt die exklusive Position, die sich Novo Nordisk im Juli 2025 bei dem Anbieter mit rund 26 Prozent Marktanteil in den USA gesichert hatte. Das Unternehmen selbst hatte diesen Umstand im Rahmen der Halbjahreszahlen offengelegt.

Auf der operativen Seite bleibt die Wegovy-Pille dennoch ein Erfolgsfaktor: Sie erreichte seit ihrem Marktstart im Januar mehr als fünf Millionen kumulierte Verschreibungen und hält einen Anteil von 90 Prozent am oralen Obesity-Markt in den USA. Ob dieser Vorsprung angesichts des zunehmenden Wettbewerbsdrucks und der bevorstehenden Formularänderung Bestand hat, dürfte die kommenden Monate zeigen.

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