Novo Nordisk Aktie: Wegovy-Pille in Großbritannien zugelassen

Novo Nordisk weist Cyber-Erpressungsversuche zurück, während die Zulassung einer oralen Wegovy-Variante in Großbritannien den Aktienkurs antreibt.

Die Kernpunkte:
  • Cyber-Erpresser fordern Millionenbeträge
  • Konzern verweigert Zahlung an Hacker
  • Orale Wegovy-Pille in UK zugelassen
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft

Novo Nordisk erlebt turbulente Tage. Hacker fordern Millionen, während ein wichtiger Zulassungserfolg in Großbritannien den Aktienkurs beflügelt. Die Dänen weigern sich zu zahlen. Stattdessen treibt das Management ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran.

Hacker fordern Millionen

Ein IT-Sicherheitsvorfall sorgt für Unruhe. Zwei Cyber-Erpressergruppen haben interne Systeme von Novo Nordisk attackiert. Die Hacker kopierten nicht-öffentliche Daten unbefugt nach außen. Laut dem Blog DataBreaches verlangte die Gruppe FulcrumSec 25 Millionen US-Dollar. Eine zweite Bande namens TheUSERS007 forderte sogar 50 Millionen US-Dollar.

Novo Nordisk zahlt nicht. Das Kerngeschäft läuft ungestört weiter. Die Angreifer erbeuteten lediglich pseudonymisierte Daten von Teilnehmern klinischer Studien. Direkte Rückschlüsse auf Patienten sind laut Unternehmensangaben ohne Zusatzinformationen unmöglich. Die Folge: behördliche Untersuchungen und höhere Kosten für die IT-Sicherheit.

Wegovy-Pille beflügelt den Kurs

An der Börse überwiegt die Erleichterung. Die Aktie kletterte in den vergangenen sieben Tagen um knapp neun Prozent auf 41,33 Euro. Damit hat das Papier die wichtige 200-Tage-Linie bei exakt 41,00 Euro zurückerobert.

Vom 52-Wochen-Tief im März bei 30,25 Euro hat sich der Kurs deutlich abgesetzt. Der Abstand nach unten beträgt mittlerweile über 36 Prozent.

Der Auslöser für die jüngste Rallye kommt aus Großbritannien. Die dortigen Behörden haben die erste orale GLP-1-Pille zur Gewichtsreduktion zugelassen. Novo Nordisk plant die Markteinführung dieser Wegovy-Pille außerhalb der USA für das zweite Halbjahr 2026. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt die Erlaubnis bereits vor.

Milliarden für eigene Aktien

Parallel dazu stützt das Management den Kurs aktiv. Das Unternehmen kauft eigene Papiere im großen Stil zurück. Das aktuelle Programm läuft bis Februar 2027 und umfasst ein Volumen von bis zu 11,2 Milliarden Dänischen Kronen.

Insgesamt plant der Konzern Rückkäufe für 15 Milliarden Kronen. Bis Mitte Juni sammelte Novo Nordisk bereits knapp 21 Millionen Aktien ein. Der Konzern hält nun 0,9 Prozent des eigenen Grundkapitals.

Blick auf die nächsten Meilensteine

Der nächste Härtetest folgt mit dem Bericht zum zweiten Quartal. Hier achten Analysten genau auf die Kundenbindung bei der neuen Wegovy-Pille. Im vierten Quartal 2026 steht zudem eine wichtige Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA an. Dann urteilen die Aufseher über die Zulassung des neuen Abnehmpräparats CagriSema.

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