Novo Nordisk: Wegovy-Pille 2,26 Mrd. Kronen

Novo Nordisk hebt Jahresausblick an, trotz rückläufiger Umsätze im bereinigten Geschäft. Die Abnehmpille Wegovy sorgt für positive Überraschung.

Die Kernpunkte:
  • Jahresprognose leicht nach oben korrigiert
  • Wegovy-Pille verdoppelt Analystenerwartungen
  • Operatives Ergebnis durch Einmaleffekt verzerrt
  • Aktie erholt sich von 52-Wochen-Tief

Starke Nachfrage, schwache Preise. Bei Novo Nordisk klaffen die gemeldeten Zahlen und das bereinigte Geschäft im ersten Quartal 2026 auseinander. Der dänische Pharmakonzern profitiert enorm von seiner Abnehmpille Wegovy. Das Management hebt die Jahresprognose an. An der Börse reagieren Investoren erleichtert.

Die Aktie kletterte am Mittwochmorgen in Kopenhagen zeitweise um mehr als acht Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 39,13 Euro. Das entspricht einem Plus von gut 23 Prozent auf Monatssicht. Damit erholt sich der Kurs spürbar von seinem jüngsten 52-Wochen-Tief.

Einmaleffekt schönt die Bilanz

Auf den ersten Blick glänzt die Bilanz. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 96,82 Milliarden dänische Kronen. Der operative Gewinn kletterte sogar um 54 Prozent. Ein Sondereffekt verzerrt diese Werte jedoch massiv. Novo Nordisk profitierte von der Auflösung einer großen Rückstellung im US-Markt.

Ohne diesen Sondereffekt schrumpfte der währungsbereinigte Umsatz um vier Prozent. Der Grund dafür liegt in den USA. Dort fielen die Verkaufspreise. Das starke Volumenwachstum bei den GLP-1-Medikamenten konnte diesen Preisdruck nur teilweise ausgleichen.

Abnehmpille schlägt Erwartungen

Ein Lichtblick ist die orale Version von Wegovy. Die Pille generierte im ersten Quartal rund 1,3 Millionen Rezepte. Der Umsatz erreichte 2,26 Milliarden Kronen. Analysten hatten im Vorfeld nur mit der Hälfte gerechnet.

CEO Mike Doustdar sieht zweistellige Wachstumsraten. Die Konkurrenz durch Eli Lillys neues Medikament Foundayo bremst Novo Nordisk hier bislang nicht. Wegovy sichert sich in den USA derzeit 65 Prozent aller Neuverschreibungen. Ende 2026 plant der Konzern die internationale Expansion der Pille.

Das Management blickt nun etwas zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. Novo Nordisk erwartet einen währungsbereinigten Rückgang von Umsatz und Gewinn um bis zu 12 Prozent. Zuvor lag die Obergrenze des erwarteten Rückgangs bei 13 Prozent.

Analysten reagieren verhalten. Die Experten von Jefferies sehen in der Anpassung keinen starken Kurstreiber. Der Konzern hat das untere Ende der Prognosespanne kaum angehoben. Das werten Marktbeobachter eher negativ.

Pipeline und Ausblick

Abseits der reinen Verkaufszahlen meldet Novo Nordisk Fortschritte in der Entwicklung. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat im Frühjahr die höher dosierte Spritze Wegovy HD zugelassen. Im Bereich Diabetes erhielt das wöchentliche Basalinsulin Awiqli grünes Licht. Die Markteinführung in den USA ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant.

Der Konkurrenzkampf mit Eli Lilly um den milliardenschweren Adipositas-Markt bleibt intensiv. Vom 12. bis 15. Mai präsentiert Novo Nordisk neue klinische Daten auf dem europäischen Adipositas-Kongress in Istanbul. Diese Ergebnisse dürften den nächsten Impuls für die Aktie liefern.

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