Nvidia: 3,2 Milliarden Dollar für Corning-Partnerschaft

Nvidia investiert bis zu 3,2 Milliarden Dollar in Glasfaser-Partnerschaft mit Corning, um Kupferkabel in KI-Systemen zu ersetzen.

Die Kernpunkte:
  • Milliarden-Deal mit Glasfaserspezialist Corning
  • Optische Technologie ersetzt Kupferkabel
  • US-Produktion wird massiv ausgebaut
  • Aktienkurse beider Firmen steigen deutlich

Jahrzehntelang hat die Technologiebranche ihre Lieferketten nach Asien verlagert. Nvidia dreht diesen Trend gerade um — und zwar mit Milliarden.

Der Chiphersteller hat eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Glasfaserspezialisten Corning angekündigt, die weit über einen gewöhnlichen Liefervertrag hinausgeht. Nvidia erhält Warrants zum Kauf von bis zu 15 Millionen Corning-Aktien zu einem Ausübungspreis von 180 Dollar je Aktie. Hinzu kommt ein vorab finanzierter Warrant für weitere drei Millionen Aktien. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf bis zu 3,2 Milliarden Dollar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Kupfer war gestern

Hinter dem Deal steckt eine technologische Wette. Nvidia dürfte darauf abzielen, in seinen KI-Rack-Systemen Kupferkabel durch Cornings optische Glasfasern zu ersetzen — eine Technologie, die unter dem Begriff „Co-packaged Optics“ bekannt ist. Sie verspricht deutlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch. Analysten warten seit Längerem auf den großflächigen Einsatz dieser Technologie bei Nvidia.

Corning wird seine US-amerikanische Fertigungskapazität für optische Verbindungslösungen verzehnfachen und die Glasfaserproduktion um mehr als 50 Prozent ausbauen. Drei neue Werke in North Carolina und Texas sollen entstehen, mehr als 3.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Huang setzt auf Amerika

CEO Jensen Huang formulierte die strategische Dimension offen: „Das ist eine außergewöhnliche Gelegenheit, weil wir diese Marktdynamik nutzen können, um die amerikanische Fertigung zum ersten Mal seit mehreren Generationen wieder zu beleben.“ Der Hintergrund ist klar — Nvidias Lieferkette hängt stark von Taiwan, China und Vietnam ab. Die Partnerschaft mit Corning ist ein konkreter Schritt, das zu ändern.

Die Märkte honorierten die Ankündigung sofort. Corning-Aktien sprangen am Mittwoch um mehr als zwölf Prozent, Nvidia legte rund sechs Prozent zu. Seither hat die Nvidia-Aktie weiter Fahrt aufgenommen: Mit einem Plus von knapp 17 Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert sie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch.

Quartalszahlen als nächster Katalysator

Der Corning-Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Nvidias wichtigste Kunden ihre Investitionsbudgets massiv hochschrauben. Meta Platforms hob die Obergrenze seiner Kapitalausgaben für dieses Jahr auf 145 Milliarden Dollar an, Microsoft kündigte für 2026 geplante Investitionen von 190 Milliarden Dollar an — deutlich mehr als die 154 Milliarden Dollar, die Analysten erwartet hatten.

Am 20. Mai legt Nvidia seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Das Management hat einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Ob die Glasfaserpartnerschaft bereits erste Spuren in der Guidance hinterlässt, wird eine der zentralen Fragen des Earnings Calls sein.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia