Nvidia Aktie: 100 bis 150 Milliarden Dollar jährlich für Taiwan

Nvidia plant massive Investitionen in optische Laser und Taiwan-Fabriken, um KI-Engpässe zu beheben und neue Chip-Generationen vorzubereiten.

Die Kernpunkte:
  • 20-fache Laser-Kapazität gefordert
  • Jährlich 100-150 Mrd. Dollar für Taiwan
  • Vera-Rubin-Systeme ab 2026 geplant
  • Umsatzprognose bei 91 Mrd. Dollar

Nvidia will die größten Engpässe beim Bau von KI-Rechenzentren mit einem beispiellosen Investitionsprogramm beseitigen. Gleichzeitig bereitet sich der Chip-Riese auf die nächste Produktgeneration vor — und investiert dafür zweistellige Milliardenbeträge pro Jahr allein in Taiwan.

Die Aktie notierte am Donnerstag bei 184 Euro. Der RSI von 36,4 signalisiert eine leichte Überverkauftheit nach einer mehrmonatigen Konsolidierung zwischen 210 und 230 Euro (in Dollar gerechnet). Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 14 Prozent.

Optische Laser: 20-fache Kapazität gefordert

Ein zentrales Problem großer KI-Cluster ist die Datenübertragung zwischen Tausenden Grafikprozessoren. Nvidia setzt hier auf Co-Packaged Optics — optische Verbindungen, die direkt neben den Chips sitzen. Die Technik verspricht höhere Geschwindigkeiten bei niedrigerem Stromverbrauch.

Laut einem Research-Bericht von Rosenblatt Securities hat Nvidia bei seinen Zulieferern eine 20-fache Erhöhung der Kapazität für Indium-Phosphid-Laser bis 2030 angefordert. Die Lieferanten selbst halten eine zwölffache Steigerung für realistisch. Der Vorstoß zeigt: Optische Netzwerkkomponenten sind zum Nadelöhr für die nächste KI-Welle geworden.

Taiwan-Investitionen: 100 Milliarden Dollar und mehr

CEO Jensen Huang hat im Rahmen der TD-Cowen-Konferenz am 28. Mai konkrete Zahlen genannt: Nvidia werde jährlich 100 bis 150 Milliarden Dollar in Fertigungspartner auf Taiwan ausgeben. Das Geld fließt in die Produktion der Blackwell-ULTRA-Architektur und der kommenden Vera-Rubin-Plattform.

Die ersten Vera-Rubin-Systeme sollen noch 2026 ausgeliefert werden. Huang bestätigte, dass die Produktionspläne im Zeitplan liegen.

Margen und Ausblick

Operativ arbeitet Nvidia weiterhin mit einer Non-GAAP-Bruttomarge von rund 75 Prozent. Analysten verwiesen auf der Konferenz auf steigende Speicherpreise, die den Wert künftig drücken könnten. Dagegen hält die hohe Marge des Software-Ökosystems und der CPU-Sparte.

Für das zweite Quartal 2026 erwartet Nvidia einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar. Getrieben wird die Nachfrage von den großen Hyperscalern — aber zunehmend auch von kleineren Unternehmenskunden.

Der nächste Katalysator folgt am 1. Juni: Auf der GTC-Keynote in Taipeh wird Huang voraussichtlich Details zur Vera-Rubin-Architektur liefern und womöglich neue Produkte für Physical AI und Robotik vorstellen.

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