Nvidia Aktie: 20. Mai wird Härtetest für Rekordbewertung

Nvidia erreicht neues Allzeithoch dank massiv steigender KI-Investitionen der großen Cloud-Konzerne. Der Fokus liegt nun auf dem Ausblick für das zweite Quartal.

Die Kernpunkte:
  • Neues Rekordhoch bei 223,75 US-Dollar
  • KI-Ausgaben der Hyperscaler treiben Kurs
  • Quartalszahlen am 20. Mai im Fokus
  • Neue Rubin-Plattform ab Juli verfügbar

Nvidia hat kurz vor den nächsten Zahlen ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktie stieg am Dienstag bis auf 223,75 US-Dollar. Der Börsenwert lag über 5,4 Billionen US-Dollar. Der Grund ist größer als ein einzelner Quartalsbericht: Die großen Cloud-Konzerne drehen ihre KI-Ausgaben weiter hoch.

Bemerkenswert ist der Kontrast zum Chipsektor. Während Nvidia am Nachmittag zulegte, verlor der PHLX Semiconductor Index fast 5 Prozent. Am Vortag hatte der Index noch ein Rekordhoch erreicht. Nvidia koppelt sich damit kurzfristig vom Branchenbild ab.

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KI-Ausgaben treiben die Aktie

Kern der Bewegung sind die Investitionspläne der Hyperscaler. Die erwarteten KI-Ausgaben könnten 2026 zwischen 650 und 725 Milliarden US-Dollar erreichen. Es geht um Rechenzentren, Stromversorgung und Ausrüstung für KI-Modelle.

Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta haben ihre Pläne nach den Quartalszahlen spürbar angehoben. Zusammen signalisieren sie Ausgaben von rund 725 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026, etwa 77 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Summen landen nicht komplett bei Nvidia. Der Konzern sitzt aber an einer zentralen Stelle der Lieferkette.

Morgan Stanley geht noch höher. Die Bank erwartet bei den größten Hyperscalern Investitionen von 805 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Für 2027 liegt die Prognose bei 1,1 Billionen US-Dollar. Das erklärt, warum der Markt selbst auf hohem Kursniveau weiter nachlegt.

Zahlen werden zum Härtetest

Am 20. Mai legt Nvidia die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Der Termin ist wichtig, weil die Erwartungen bereits sehr hoch sind. Ein normal starker Bericht könnte daher nicht reichen.

Der Konsens erwartet 78,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und 1,77 US-Dollar Gewinn je Aktie. Das liegt nahe an Nvidias eigener Vorgabe von 78 Milliarden US-Dollar Umsatz ohne China-Geschäft.

Der reine Rückblick reicht daher nicht. Der Markt achtet vor allem auf den Ausblick.

Für das zweite Quartal rechnen Analysten mit 86,6 Milliarden US-Dollar Umsatz. Das entspräche einem Wachstum von 85 Prozent. Wenn Nvidia hier liefert, hätte die KI-Investmentthese neue Nahrung.

Rubin rückt näher

Nach den Zahlen richtet sich der Blick auf Vera Rubin. Die neue Plattform soll in der zweiten Hälfte 2026 bei Partnern verfügbar sein. Nvidia arbeitet damit am nächsten großen Produktzyklus nach den aktuellen KI-Beschleunigern.

Die Testproduktion soll im Juni starten. Lieferungen an große nordamerikanische Cloud-Anbieter sollen ab Juli folgen. Zu den frühen Nutzern zählen AWS, Google Cloud und Microsoft. Auch OCI soll dabei sein.

Nvidia verspricht für Vera Rubin eine zehnmal höhere Inferenzleistung. Die Kosten je Token sollen ebenfalls um den Faktor zehn sinken. Das Ziel: mehr Leistung für KI-Anwendungen, die in Echtzeit laufen.

Bewertung bleibt anspruchsvoll

Der Wettbewerb bleibt ein Thema. Bislang gibt es aber wenig Anzeichen für einen starken Verlust an Boden. Der Marktanteil bei KI-Beschleunigern lag 2025 bei 86 Prozent und damit auf dem Niveau von 2024.

Damit bleibt der technologische Vorsprung ein Kernargument. Er schützt Nvidia aber nicht vor höheren Erwartungen.

Analysten bleiben klar positiv. Von 37 erfassten Experten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 272 US-Dollar. Das entspricht rund 26 Prozent Abstand zum aktuellen Niveau.

Der nächste Impuls kommt am 20. Mai. Der Markt dürfte dann besonders auf den Ausblick, die Nachfrage der Hyperscaler und die Rolle des China-Geschäfts achten. Bei einem schwachen Ausblick würde die Rekordbewertung deutlich angreifbarer.

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