Nvidia Aktie: 211 Prozent Gewinnsprung auf 58,3 Milliarden
Nvidia übertrifft mit Rekordumsatz und -gewinn die Erwartungen, kündigt aber Lieferengpässe für die neue Vera-Rubin-Plattform an.

- Rekordumsatz von 81,6 Milliarden US-Dollar
- Nettogewinn steigt um 211 Prozent
- Neue Vera-CPU fordert Intel und AMD heraus
- Lieferrisiken für kommende Plattform genannt
Jensen Huang hat auf der Computex in Taipeh klargestellt: Der 200-Milliarden-Dollar-Markt, den Nvidia mit seiner neuen Vera-Rubin-Plattform anvisiert, schließt China ausdrücklich ein. Das ist eine politisch heikle Aussage — und eine strategisch wichtige.
Zahlen, die kaum jemand erwartet hat
Die Quartalszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 sprechen für sich. Nvidia erzielte einen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um 211 Prozent auf 58,3 Milliarden US-Dollar.
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Das Datenzentrum-Geschäft treibt dieses Wachstum fast im Alleingang. Mit einem Umsatz von 75,2 Milliarden US-Dollar macht es inzwischen mehr als 92 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die bereinigte Bruttomarge hielt sich stabil bei 75 Prozent.
Für das laufende Quartal erwartet das Management einen Umsatz von 91 Milliarden US-Dollar. Das liegt deutlich über den Markterwartungen von rund 86 bis 87 Milliarden. Kein Wunder, dass 48 von 51 Analysten die Aktie zum Kauf empfehlen — das Konsens-Kursziel liegt bei 303,27 US-Dollar.
Neue CPU-Ambitionen gegen Intel und AMD
Nvidia greift mit der neuen Vera-CPU den Server-Markt an. Der Chip bietet 88 Kerne und soll eine um 50 Prozent höhere Leistung je Kern liefern. Noch in diesem Jahr will Nvidia damit rund 20 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielen.
Das Ziel: bis zu zwei Drittel des x86-Server-CPU-Marktes, der bisher Intel und AMD gehört. Dieser Markt hat ein jährliches Volumen von etwa 30 Milliarden US-Dollar.
China bleibt dabei ein zentrales Element der Strategie. Allerdings wurden im abgelaufenen Quartal keine Chips der Hopper-Architektur nach China geliefert. Im Vorjahreszeitraum hatte dieses Geschäft noch 4,6 Milliarden US-Dollar eingebracht.
Aktionäre profitieren, Risiken bleiben
Der freie Cashflow für 2025 belief sich auf rund 97 Milliarden US-Dollar. Nvidia nutzt diesen Spielraum für umfangreiche Kapitalrückgaben. Der Vorstand hat ein neues Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden US-Dollar genehmigt. Die Quartalsdividende steigt von 0,01 auf 0,25 US-Dollar je Aktie — Zahltag ist der 26. Juni 2026.
Trotzdem reagierte die Aktie zuletzt verhalten. An der Frankfurter Börse notiert sie bei 185,46 Euro und liegt damit rund acht Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom 14. Mai. Der RSI von 40,5 signalisiert eine leicht überverkaufte Lage.
Zwei Risiken beschäftigen Investoren konkret. Erstens: 54 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen auf nur drei Großkunden — eine Konzentration, die bei Nachfrageschwankungen schnell schmerzhaft werden kann. Zweitens warnte das Management selbst, dass die Versorgung mit Vera-Rubin-Komponenten über den gesamten Plattform-Lebenszyklus hinweg eingeschränkt bleiben könnte. Zacks Research stufte die Aktie am 22. Mai von „Strong Buy“ auf „Hold“ herab — als einziges von 51 Analysehäusern, aber ein Zeichen, dass nicht alle Fragen beantwortet sind.
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