Nvidia Aktie: 7-Prozent-Wochenverlust auf 168,80 Euro
Nvidia verliert wöchentlich über sieben Prozent, dominiert aber den Markt für Rechenzentrums-Switches und liefert Rekordumsätze.

- Wochenverlust von über sieben Prozent
- Marktführerschaft bei Ethernet-Switches
- Roche investiert in KI-Fabrik
- Gaming-Produktion um 30 Prozent gedrosselt
Der KI-Sektor bebt. Am Freitag lösten Inflationssorgen und vorsichtige Prognosen der Konkurrenz einen massiven Ausverkauf aus. Rund 1,2 Billionen Dollar an Marktwert lösten sich branchenweit an einem einzigen Tag auf. Auch Nvidia gerät unter die Räder. Der Aktienkurs fiel auf 168,80 Euro. Das entspricht einem Wochenverlust von über sieben Prozent.
Neue Macht im Netzwerkgeschäft
Operativ liefert der Chipentwickler derweil Rekorde. Nvidia hat traditionelle Netzwerkausrüster überholt und dominiert nun den Markt für Rechenzentrums-Ethernet-Switches. Im ersten Quartal 2026 eroberte der Konzern einen Marktanteil von 21,5 Prozent. Dieses Segment allein spülte 2,1 Milliarden Dollar in die Kasse.
Das gesamte Netzwerkgeschäft hat sich zu einer zentralen Säule entwickelt. Der Umsatz verdreifachte sich auf 15 Milliarden Dollar. Ein wichtiger Treiber sind extrem schnelle 800G-Switches. Analysten sehen in der breiteren Ethernet-Kompatibilität eine gewaltige Chance. Der Markt jenseits klassischer Grafikprozessoren ist riesig.
Pharma-Riese baut KI-Fabrik
Auch in der Industrie wächst die Nachfrage. Der Pharmakonzern Roche hat kürzlich eine eigene KI-Fabrik in Betrieb genommen. Die Anlage nutzt mehr als 3.500 Blackwell-Chips von Nvidia. Die Kosten für diese Infrastruktur schätzen Experten auf bis zu einer halben Milliarde Dollar.
Die Investition zahlt sich für die Roche-Tochter Genentech bereits aus. Das Unternehmen entwirft Onkologie-Moleküle nun ein Viertel schneller. Zusätzlich simuliert Roche die Produktion von Medikamenten digital über Nvidias Omniverse-Plattform.
Produktion gedrosselt, Aktie überverkauft
Um den Hunger nach margenstarken KI-Serverchips zu stillen, setzt das Management harte Prioritäten. Die Folge: Nvidia hat die Produktion von Gaming-Grafikkarten um bis zu 30 Prozent gedrosselt. Die Lieferketten bleiben angespannt.
An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke aktuell kaum wider. Die Aktie notiert knapp 17 Prozent unter ihrem Mitte Mai erreichten Allzeithoch. Technische Indikatoren signalisieren jedoch eine überverkaufte Lage. Der RSI-Wert steht bei 38,2. Hält die wichtige 200-Tage-Linie bei 163,66 Euro, könnte der intakte langfristige Aufwärtstrend den Kurs bald wieder stützen.
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