Nvidia Aktie: 81,6 Mrd. Dollar, aber Kurs fällt
Nvidia übertrifft alle Erwartungen im ersten Quartal, die Aktie fällt dennoch. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm und optimistische KI-Prognosen prägen den Ausblick.

- Umsatzsprung auf 81,6 Milliarden Dollar
- Datencenter-Segment mit 92 Prozent Plus
- Aktienrückkauf über 80 Milliarden Dollar
- Kursrückgang trotz Rekordquartal
Rekordquartal, Rekordausblick — und trotzdem fällt die Aktie. Nvidia hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 Zahlen vorgelegt, die Analysten in fast jeder Kategorie übertrafen. Der Markt quittierte das mit einem Kursrückgang.
Zahlen, die kaum zu überbieten sind
Der Umsatz kletterte auf 81,6 Milliarden Dollar — ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Datencenter-Segment, Nvidias wichtigste Wachstumsmaschine, steuerte allein 75,2 Milliarden Dollar bei, ein Anstieg von 92 Prozent. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag auf GAAP-Basis bei 2,39 Dollar, die Non-GAAP-Bruttomarge bei 75 Prozent.
Für das laufende Quartal erwartet Nvidia einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar — erneut über den Konsensschätzungen. Das Unternehmen schließt dabei explizit ein: Rechenzentrumserlöse aus China sind in dieser Prognose nicht enthalten, da Exportbeschränkungen den Verkauf fortschrittlicher Chips in die Region weiterhin blockieren.
Kapitalrückgaben und das große KI-Bild
Das Vertrauen des Managements in die eigene Cashflow-Stärke zeigt sich in der Kapitalallokation. Der Vorstand genehmigte ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 80 Milliarden Dollar. Die Quartalsdividende steigt auf 0,25 Dollar je Aktie — das Fünfundzwanzigfache des bisherigen Wertes.
CEO Jensen Huang beschreibt die Nachfrage nach KI-Infrastruktur als „parabolisch“, getrieben durch den Aufstieg sogenannter Agentischer KI — Systeme, die eigenständig Aufgaben übernehmen und produktiv handeln. Huang rechnet damit, dass die jährlichen Ausgaben für KI-Infrastruktur bis Ende des Jahrzehnts zwischen drei und vier Billionen Dollar liegen könnten.
Warum die Aktie trotzdem nachgibt
Starke Zahlen allein reichen nicht, wenn die Erwartungen noch stärker sind. Nach Bekanntgabe der Ergebnisse verlor die Aktie knapp zwei Prozent — nachdem sie Anfang Mai noch ein Allzeithoch markiert hatte. Im Wochenverlauf summierte sich das Minus auf über vier Prozent. Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier in Frankfurt bei 185,46 Euro, rund acht Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 201,05 Euro.
Der RSI liegt bei 40,5 — ein Niveau, das auf eine gewisse Erschöpfung der Kaufseite hindeutet, ohne in klar überverkauftes Terrain zu fallen. Auf Jahressicht bleibt das Bild dennoch eindrucksvoll: Plus 57 Prozent in zwölf Monaten. Wer auf Gewinnmitnahmen setzt, hat gute Argumente — wer auf Huangs Billionen-Prognose vertraut, ebenfalls.
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