Nvidia Aktie: Analysten erhöhen Kursziele deutlich

Trotz Kursrückgangs erhöhen mehrere Analysten ihre Nvidia-Kursziele deutlich. Die Spanne reicht von 270 bis 425 Dollar, gestützt auf starke Quartalszahlen und den KI-Boom.

Die Kernpunkte:
  • Kursziele zwischen 270 und 425 Dollar
  • Umsatzwachstum von 71 Prozent im Jahresvergleich
  • Institutionelle Anleger reduzieren Positionen
  • Blackwell-Systeme sichern Auftragsbestand

Während die Nvidia-Aktie am Mittwoch rund 1,7 Prozent nachgab, senden Analysten ein anderes Signal: Mehrere Häuser haben ihre Kursziele zuletzt deutlich angehoben — und die Spanne fällt bemerkenswert weit aus.

Kursziele zwischen 270 und 425 Dollar

Argus erhöhte sein Ziel auf 270 Dollar, nachdem Nvidia im fiskalischen ersten Quartal 2027 die Konsensschätzungen übertraf. Truist Securities ging weiter und nannte 307 Dollar, gestützt auf starke Quartalszahlen und einen optimistischen Ausblick für das laufende Quartal. Cantor Fitzgerald bleibt mit einem Übergewichten-Rating und einem Ziel von 350 Dollar dabei — und verwies auf Nvidias 15. aufeinander folgendes Quartal, in dem das Unternehmen die Erwartungen des Marktes schlug. Tigress Financial Partners setzt die Latte mit 425 Dollar am höchsten an und betont Nvidias zentrale Rolle beim Aufbau von KI-Infrastruktur weltweit.

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Das ist ein breites Feld. Die Streuung zwischen 270 und 425 Dollar spiegelt weniger Uneinigkeit über die Qualität des Unternehmens als unterschiedliche Annahmen darüber, wie schnell sich die KI-Investitionszyklen auszahlen.

Starke Fundamentaldaten als Rückenwind

Die Zahlen, die hinter dieser Euphorie stehen, sind eindrücklich: Der Umsatz wuchs zuletzt um 71 Prozent auf Jahresbasis. Für das zweite Quartal liegt die eigene Guidance bei rund 173 Milliarden Dollar Umsatz — ein Wert, der vor zwei Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre. Das nicht-GAAP-Ergebnis je Aktie soll bei 3,94 Dollar liegen.

Parallel dazu wächst das Ökosystem. Kundenunternehmen wie Iren unterzeichnen milliardenschwere Lieferverträge für Blackwell-Systeme, die auf Nvidias aktueller GPU-Architektur basieren. Das festigt den Auftragsbestand und macht Quartalszahlen künftig berechenbarer.

Institutionelle Anleger bauen ab — trotzdem bleibt Nvidia Nummer eins

Interessant ist der Blick auf institutionelle Portfolios: Zurich Insurance, einer der größten europäischen Versicherer, verkaufte im ersten Quartal 2026 rund 754.000 Nvidia-Aktien. Dennoch blieb Nvidia mit einem Anteil von 6,6 Prozent am US-Portfolio die größte Einzelposition — noch vor Apple und Alphabet. Reine Gewinnmitnahmen nach einem Kursanstieg von rund 24 Prozent in drei Monaten dürften dafür eine naheliegende Erklärung sein.

Der kurzfristige Kursrückgang vom Mittwoch fiel in ein allgemein vorsichtiges Marktumfeld: Der Technologiesektor gab leicht nach, nachdem er am Vortag ein Allzeithoch markiert hatte. Für Nvidia, das zuletzt von einem neuen Investitionsstandort in Taiwan berichtet hatte, bleibt der nächste Katalysator die weitere Konkretisierung der Blackwell-Lieferkette — und die Frage, ob die Guidance für das dritte Quartal erneut über den Erwartungen liegen wird.

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