Nvidia Aktie: Anna Soellner übernimmt Kommunikation

Goldman Sachs bestätigt Kaufempfehlung für Nvidia trotz schwachem Aktienkurs und erwartet deutlichen Umsatzsprung bis 2027.

Die Kernpunkte:
  • Analysten halten an Kaufvotum fest
  • Goldman Sachs sieht Kurspotenzial
  • Neue Kommunikationschefin eingestellt
  • Aktie notiert unter Jahreshoch

Starke Gewinnfantasien, schwächelnde Kurse. Bei Nvidia klaffen Erwartungen und Börsenstimmung derzeit auseinander. Während die Aktie spürbar unter ihrem Jahreshoch notiert, halten Analysten an ihren Kaufempfehlungen fest. Parallel dazu baut der Chipentwickler sein Führungsteam um.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs stellt sich gegen den Trend. Analyst James Schneider bestätigt sein Kaufvotum und nennt ein Kursziel von 285 US-Dollar. Sein Hauptargument liegt in der künftigen Bewertung. Auf Basis der Gewinnschätzungen für 2027 wird Nvidia aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 14 gehandelt.

Schneider räumt ein, dass Großkunden zunehmend eigene KI-Chips entwickeln. Andere Prozessorhersteller gewinnen Marktanteile. Das Fazit des Experten fällt dennoch positiv aus. Er rechnet im kommenden Jahr mit einem gewaltigen Umsatzsprung auf rund 635 Milliarden Dollar.

An der Börse macht sich diese Zuversicht bisher kaum bemerkbar. Die Aktie notiert aktuell bei knapp 170 Euro. Damit trennen das Papier gut 16 Prozent von seinem Rekordhoch. Seit Jahresbeginn steht lediglich ein schmales Plus von fünf Prozent auf der Kurstafel.

Neues Gesicht für die Öffentlichkeit

Um die eigene Marktposition besser zu erklären, holt Nvidia nun prominente Verstärkung. Anna Soellner übernimmt ab sofort die Leitung der Kommunikationsabteilung. Sie arbeitete zuvor neun Jahre als Vizepräsidentin beim Online-Netzwerk Reddit. Dort moderierte sie bis März 2025 zahlreiche politisch heikle Konflikte.

Kein Wunder. Kaum ein Technologiekonzern steht aktuell stärker unter der Lupe von Regulierungsbehörden. Jeder öffentliche Kommentar von Firmenchef Jensen Huang wird von Investoren und Wettbewerbern präzise analysiert. Soellner soll nun die strategische Erzählung des Unternehmens schärfen. Sie berichtet künftig direkt an Kommunikationschefin Mylene Mangalindan.

Die kommenden Monate fordern Geduld. Bis zum nahenden Start der Vera-Rubin-Massenproduktion im zweiten Halbjahr 2026 muss das Management die Investoren bei Laune halten. Solange der Aktienkurs über dem langfristigen Durchschnitt von 164 Euro notiert, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Fällt diese Unterstützung, drohen weitere Abgaben.

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