Nvidia Aktie: AWS bestellt zwei Millionen Chips

Nvidia meldet starke Quartalszahlen, baut Vera Rubin aus und setzt Aktienrückkäufe fort. Die Aktie liegt dennoch fünf Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Quartalsdividende von 0,25 US-Dollar
  • Vera Rubin bereits in Serienfertigung
  • AWS erweitert Nvidia-Chipzusage deutlich
  • Aktienrückkäufe über 19,7 Milliarden US-Dollar

Nvidia schüttet zum aktuellen Stichtag eine Quartalsdividende von 0,25 US-Dollar je Aktie aus. Aktionäre, die am heutigen Donnerstag als im Aktienregister eingetragen gelten, erhalten die Zahlung am 1. Oktober. Die Ausschüttung fällt in eine Phase, in der der Konzern seine Wachstumsstory vor allem über die neue Rechenzentrums-Plattform Vera Rubin erzählt.

Am heutigen Nachmittag tritt Nvidia zudem auf der Goldman-Sachs-Konferenz „Communacopia + Technology“ auf, um dort laut Unternehmensangaben aktuelle Entwicklungen rund um den Rollout von Vera Rubin vorzustellen.

Die Plattform befindet sich nach Angaben des Unternehmens bereits in voller Serienproduktion, mit Racks im Einsatz bei CoreWeave, Google Cloud, Microsoft Azure, Oracle Cloud Infrastructure und Nebius. Für das laufende dritte Geschäftsquartal soll Vera Rubin bereits rund ein Fünftel des Rechenzentrumsumsatzes beisteuern.

Zahlen aus dem zweiten Quartal untermauern die Wachstumsstory

Der Auftritt bei Goldman Sachs findet vor dem Hintergrund starker Geschäftszahlen statt. Im zweiten Geschäftsquartal, das am 26. August gemeldet wurde, erzielte Nvidia einen Umsatz von 96,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Bruttomarge lag bei 75,0 Prozent nach GAAP und Non-GAAP. Für das dritte Quartal stellte das Unternehmen einen Umsatz von 108,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, wobei die Prognose ausdrücklich keine Umsätze aus chinesischen Rechenzentrums-Chips einkalkuliert.

Zusätzliche Rückenwind lieferte die Nachricht, dass AWS seine bestehende Zusage von gut einer Million Nvidia-Grafikprozessoren um weitere zwei Millionen Einheiten der Baureihen Blackwell Ultra, Rubin und Rubin Ultra für die Jahre 2027 und 2028 aufstockt. Nvidia begründet dies damit, dass die ursprüngliche Bestellmenge die Erwartungen übertroffen habe.

Aktie unter dem 52-Wochen-Hoch, Aktienrückkäufe laufen weiter

An der Börse zeigt sich die Aktie zuletzt verhalten: Am Mittwoch schloss das Papier bei 192,40 Euro, nach einem Minus von 0,9 Prozent auf Tagesbasis und einem Rückgang von 2,1 Prozent auf Wochensicht. Damit notiert der Kurs 5,0 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das Mitte Mai markiert wurde. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Plus von 27 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sind es 20 Prozent.

Parallel zum operativen Geschäft treibt Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm voran. Im zweiten Geschäftsquartal kaufte der Konzern eigenen Angaben zufolge 94 Millionen Aktien für 19,7 Milliarden US-Dollar zurück, im gesamten ersten Halbjahr des Geschäftsjahres waren es 203 Millionen Aktien für 39,8 Milliarden US-Dollar.

Zum Stichtag Ende Juli verblieb noch eine Rückkaufkapazität von 99,3 Milliarden US-Dollar, nachdem der Verwaltungsrat im Mai eine zusätzliche Ermächtigung über 80,0 Milliarden US-Dollar ohne Verfallsdatum beschlossen hatte.

Für das kommende Geschäftsjahr, das Anfang 2027 beginnt, hat Nvidia ein Umsatzwachstum von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Der Auftritt bei Goldman Sachs dürfte zeigen, wie belastbar diese Prognose angesichts der anlaufenden Vera-Rubin-Produktion tatsächlich ist.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 10. September liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia