Nvidia Aktie: Blackwell-Rampe vor dem 26. August
Nvidia erwartet für Q2 2027 einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar. Analysten blicken gespannt auf die Blackwell-Rampe und den Ausblick für Q3.

- Umsatzprognose von 91 Milliarden Dollar
- Blackwell-Rampe im Fokus der Anleger
- Insider verkaufen Aktien im Wert von 767 Millionen
- Wells Fargo bestätigt Overweight-Rating
Nvidia steuert auf einen der wichtigsten Termine des Börsenjahres zu. Am 26. August legt der Chipkonzern die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor, und die eigene Prognose lässt aufhorchen: Das Management stellt einen Umsatz von rund 91,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Schwankungsbreite von 2 Prozent. Das entspräche einem Anstieg von 11,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal, in dem Nvidia bereits 81,6 Milliarden US-Dollar erlöst hatte.
Der Analystenkonsens liegt mit 91,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und einem Gewinn je Aktie von 2,06 US-Dollar sogar leicht über der eigenen Zielmarke des Unternehmens. Im Fokus der Investoren steht dabei weniger die reine Umsatzzahl als der Verlauf der Blackwell-Architektur-Rampe sowie der Ausblick auf das dritte Quartal, für das bereits ein Umsatz von etwa 103,1 Milliarden US-Dollar erwartet wird.
Nachwirkungen der 500-Milliarden-Allianz
Die Erwartungshaltung wird auch von der milliardenschweren Finanzierungsallianz gestützt, die Nvidia gemeinsam mit sechs Finanzhäusern jüngst angekündigt hatte.
Konzernchef Jensen Huang hatte in diesem Zusammenhang betont, Rechenleistung sei zu einer eigenen „investierbaren Anlageklasse“ geworden, da sie ertragsgenerierend, produktiv, langlebig und flexibel einsetzbar sei. Die Aktie reagierte auf die Ankündigung zunächst mit einem Rücksetzer, da Anleger Konzentrationsrisiken in den Vordergrund rückten.
Parallel dazu treibt Nvidia die Ausweitung seines Softwareangebots voran. Am 8. August kündigte der Konzern die Erweiterung des NVIDIA Agent Toolkit für Ingenieurwesen an. Neu hinzu kommen die Bibliotheken NVIDIA PhysicsNeMo und CUDA-X, die als agentenfähige Werkzeuge für Produktdesign und Entwicklung dienen sollen.
Solche Ankündigungen zeigen, dass Nvidia sein Geschäft zunehmend über die reine Hardware hinaus auf Software und Plattformdienste ausdehnt, die in den kommenden Quartalen zusätzliche Erlösquellen erschließen sollen.
Insider verkaufen weiter, Analysten bleiben zuversichtlich
Ein Blick auf die Eigentümerstruktur liefert zusätzlichen Diskussionsstoff. In den vergangenen 90 Tagen bis Mitte August verkauften Insider Nvidia-Aktien im Gesamtwert von rund 767,2 Millionen US-Dollar, darunter auch Verkäufe von Direktor Mark A. Stevens. Die Transaktionen erfolgten im Rahmen automatisierter Handelspläne nach Rule 10b5-1 und lassen sich damit nicht unmittelbar als Vertrauenssignal deuten.
Am 11. August bekräftigte Wells Fargo seine Einstufung mit „Overweight“ bei einem Kursziel von 315 US-Dollar. Die Einschätzung des Analysehauses blieb gegenüber der vorherigen Bewertung unverändert.
An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt in robuster Verfassung. Am Mittwoch schloss das Papier bei 194,68 Euro, ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit notiert die Aktie rund 3,9 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das sie im Mai markiert hatte, und liegt zugleich deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 179,32 Euro.
Die Marktkapitalisierung beläuft sich umgerechnet auf rund 4.563,67 Milliarden Euro. Für Anleger bleibt der 26. August damit der entscheidende Prüfstein, ob die hohen Erwartungen an die KI-Nachfrage tatsächlich erfüllt werden.
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