Nvidia Aktie: China-Blockade droht
Chinesische Behörden stoppen die Einfuhr von Nvidias H200-Prozessoren. Die Blockade gefährdet Lieferungen an große Tech-Kunden und zwingt Zulieferer zur Produktionspause.

- Zollbehörden blockieren Einfuhr von KI-Chips
- Über eine Million Bestellungen betroffen
- Zulieferer setzen Fertigung aus
- Analysten uneins über Auswirkungen
Nvidia steht vor einem Wochenende der Ungewissheit. Chinesische Zollbehörden haben laut Berichten vom Freitag und Samstag Lieferungen der hochmodernen H200-KI-Chips blockiert. Die Maßnahme trifft das Unternehmen zu einem kritischen Zeitpunkt: Über eine Million Bestellungen könnten betroffen sein, während Zulieferer bereits die Produktion aussetzen. Was bedeutet diese geopolitische Eskalation für den Chipgiganten?
Lieferketten auf Eis gelegt
Seit Samstag, 17. Januar, mehren sich die Hinweise, dass chinesische Behörden in Shenzhen die Einfuhr der H200-Prozessoren gestoppt haben. Die Financial Times berichtet, dass Zollstellen keine Freigabeanträge mehr bearbeiten. Die Folge: Hersteller von Leiterplatten und anderen Kernkomponenten haben die Fertigung pausiert, um keine ungenutzten Lagerbestände aufzubauen.
Besonders brisant: Die H200-Chips waren erst kürzlich von US-Regulierern für den Export freigegeben worden – allerdings mit einem 25-prozentigen Zollaufschlag. Nun blockiert Peking die Einfuhr vollständig. Diese doppelte Hürde gefährdet Lieferungen an chinesische Tech-Riesen wie Alibaba und Tencent, die zu den größten Abnehmern von Nvidias KI-Beschleunigern zählen.
Gegenwind nach starkem Wochenstart
Der Kontrast zur Vorwoche könnte kaum größer sein. Am Montag hatte Nvidia eine strategische Partnerschaft mit dem Pharmariesen Eli Lilly verkündet: Bis zu eine Milliarde Dollar sollen über fünf Jahre in ein gemeinsames KI-Labor in der San Francisco Bay Area fließen. Ziel ist die Integration von Nvidias BioNeMo-Plattform in Lillys Medikamentenentwicklung – ein wichtiger Schritt in Richtung “Physical AI” jenseits klassischer Rechenzentren.
Parallel dazu verkaufte Finanzchefin Colette Kress am Dienstag 47.640 Aktien zu Kursen zwischen 183 und 188 Dollar. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines bereits im März 2025 aufgesetzten Handelsplans nach Regel 10b5-1 – eine Standardpraxis für Manager-Diversifikation ohne Signalwirkung.
Analysten gespalten
Die Wall Street zeigt sich uneinheitlich. Jefferies hob am Freitag das Kursziel auf 275 Dollar an und verwies auf die robuste Nachfrage nach der kommenden “Rubin”-Architektur. Trotz China-Risiken sehen die Analysten die Investitionszyklen bei US- und europäischen Hyperscalern als stabiles Fundament.
Wall Street Zen erteilte am Samstag hingegen ein “Hold”-Rating. Die zentrale Frage: Kann Nvidia die blockierten China-Lieferungen schnell genug an Kunden in anderen Regionen umleiten? Der globale Auftragsüberhang für KI-Chips wird auf über 500 Milliarden Dollar geschätzt – die Nachfrage wäre da.
Entscheidende Woche voraus
Technisch hält sich die Aktie bei 186 Dollar, nahe einer kritischen Unterstützung. Ein Rutsch darunter könnte die 180-Dollar-Marke ins Visier rücken. Umgekehrt könnte eine positive Marktreaktion – etwa durch Umleitungen der H200-Produktion – den Widerstand bei 189 Dollar testen. Der vorbörsliche Handel am Montag wird zeigen, ob Anleger die Eli-Lilly-Partnerschaft und die weltweite KI-Nachfrage als ausreichend Gegengewicht zur China-Blockade werten.
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