Nvidia Aktie: CoreWeave-Sorgen belasten KI-Werte
CoreWeave verweist auf ausreichende Aufträge für den Schuldendienst, während Zinsängste und anstehende Quartalsberichte KI-Aktien belasten.

- CoreWeave-Auftragsbestand bei 104 Milliarden Dollar
- Unternehmen sieht Schuldendienst dadurch gedeckt
- Inflationsdaten verstärken US-Zinsängste
- Nvidias Chipnachfrage übersteigt Fertigungskapazitäten
Die Finanzierung des KI-Booms beunruhigt die Märkte. Diese Woche gerieten etliche Aktien, die bislang vom Trend rund um künstliche Intelligenz profitierten, stärker unter Druck. Nvidia steht dabei im Zentrum, weil die Chipnachfrage an den Investitionen verschuldeter Kunden hängt.
Anleihen von CoreWeave als Stimmungsbarometer
Ein sichtbares Symptom lieferte der Rechenzentrumsbetreiber CoreWeave, der eng mit Nvidia verbunden ist. Auf den neuen Anleihen des Unternehmens lastete seit Tagen Verkaufsdruck. Im Kern geht es um die Frage, ob stärker verschuldete Firmen ihre hohen Infrastrukturausgaben durchhalten können — und damit die Nachfrage nach Nvidias Chips hoch bleibt.
CoreWeave hielt dagegen. Der Auftragsbestand von rund 104 Milliarden Dollar sollte bis Ende des zweiten Quartals ausreichen, um sämtliche Schuldendienstzahlungen zu decken. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang verteidigte die finanzielle Gesundheit des Partners öffentlich. Das stützte am Freitag die Stimmung an den europäischen Börsen, der DAX legte um 0,95 Prozent zu.
Zinsängste kommen hinzu
Im Technologiesektor kommt es derzeit dick. Über den Erwartungen liegende Inflationsdaten schüren die Sorge vor höheren US-Leitzinsen und damit steigenden Finanzierungskosten. Der KI-Bezug, bis vor Kurzem Garant für steigende Kurse, wirkt für manche Tech-Titel inzwischen als Belastungsfaktor.
Chipausrüster wie Lam Research, KLA und Applied Materials beendeten die Woche mit historisch schlechten Verlustserien. Kein Wunder, dass Anleger das Narrativ hinterfragen.
Nachfrage bleibt hoch
Die Verluste relativieren sich allerdings mit Blick auf die Jahresperformance. Zudem sind mehrere Branchenvertreter auf Jahre ausgebucht, die Nachfrage übersteigt die Fertigungskapazitäten. Das gilt auch für Nvidia, dessen Auftragsbestand für das zweite Quartal mit 104 Milliarden Dollar gemeldet wurde.
Die nächsten Impulse dürften aus den Quartalszahlen kommen, die ab Anfang kommender Woche anstehen. Sie zeigen, ob die Investitionspläne der großen Abnehmer trotz höherer Zinsen intakt bleiben.
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