Nvidia Aktie: Dell meldet 24-Milliarden-Dollar-Aufträge

Dells starke Quartalszahlen mit KI-Server-Boom untermauern Nvidias Wachstumsstory im Rechenzentrum.

Die Kernpunkte:
  • Dell meldet Rekordumsatz bei KI-Servern
  • Nvidia profitiert von konkretem Serverzyklus
  • Rechenzentrumsgeschäft bleibt Wachstumstreiber
  • Aktienkurs zeigt sich trotz hoher Bewertung robust

Der nächste Impuls für Nvidia kommt aus der Lieferkette. Dell meldet einen massiven Sprung bei KI-Servern und hebt die Jahresziele an. Für Nvidia zählt dabei nicht der Kurs von Dell, sondern die Botschaft dahinter: Die Nachfrage nach Systemen mit Nvidia-Chips bleibt hoch.

Dell macht die KI-Nachfrage greifbar

Dell erzielte im ersten Geschäftsquartal einen Rekordumsatz von 43,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 88 Prozent zum Vorjahr. Noch wichtiger für Nvidia: Die gebuchten KI-Aufträge summierten sich auf 24,4 Milliarden US-Dollar.

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Das ist ein starkes Signal. Nvidia verkauft nicht nur Chips an einen abstrakten Zukunftsmarkt, sondern sitzt im Zentrum eines konkreten Serverzyklus. Dell zeigt, dass Kunden weiter in fertige KI-Infrastruktur investieren.

Bei KI-Servern verbuchte Dell bereits 16,1 Milliarden US-Dollar Umsatz. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun rund 60 Milliarden US-Dollar Umsatz mit KI-optimierten Servern, ein Anstieg von 144 Prozent.

Auch die Gesamtprognose springt deutlich. Dell peilt für das laufende Jahr nun 165,0 bis 169,0 Milliarden US-Dollar Umsatz an.

Die alte Spanne lag bei 138 bis 142 Milliarden US-Dollar. Das Ausmaß der Anhebung macht den KI-Ausbau greifbarer als jede Branchenprognose.

Rechenzentren bleiben Nvidias Kernmotor

Nvidia hatte die eigene Dynamik kurz zuvor selbst untermauert. Zum Auftakt des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz auf 81,6 Milliarden US-Dollar, 85 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Rechenzentrumsgeschäft legte auf 75,2 Milliarden US-Dollar zu und wuchs um 92 Prozent. Genau hier schließt der Dell-Befund an: Serverbauer sehen die Nachfrage dort, wo Nvidia den größten Teil seines Wachstums erzielt.

Dells Infrastruktursparte meldete einen Rekordumsatz von 29,0 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 181 Prozent. Diese Sparte ist der direkte Knotenpunkt für Rechenzentren, Netzwerke und KI-Systeme.

Innerhalb davon kamen 16,1 Milliarden US-Dollar aus KI-optimierten Servern. Traditionelle Server und Netzwerkprodukte steuerten 8,5 Milliarden US-Dollar bei.

Nvidia ordnet seine Berichterstattung parallel stärker um Data Center und Edge Computing herum. Im Rechenzentrumsbereich sollen künftig Hyperscale sowie ACIE getrennt sichtbar werden, also KI-Clouds, Industrie- und Unternehmenskunden. Das passt zum Marktbild: Die Nachfrage wird breiter, bleibt aber stark auf große Infrastrukturprojekte konzentriert.

Aktie hält hohes Niveau

Am Freitag notiert die Nvidia-Aktie bei 184,64 Euro; seit Jahresanfang steht ein Plus von 14,61 Prozent, auf Jahressicht sind es 51,34 Prozent.

Vom Hoch aus Mitte Mai fehlen rund 8 Prozent, zugleich liegt der Kurs fast 15 Prozent über der 200-Tage-Linie.

Die Bewertung bleibt anspruchsvoll. Zuletzt lag die Marktkapitalisierung bei etwa 5,23 Billionen US-Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei rund 32,6 auf Basis eines Gewinns je Aktie von 6,57 US-Dollar.

Operativ liefert Nvidia weiterhin Margen, die den Bewertungsaufschlag stützen. Die GAAP-Bruttomarge lag zuletzt bei 74,9 Prozent, bereinigt bei 75,0 Prozent; der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte nach GAAP 2,39 US-Dollar.

Bereinigt verdiente Nvidia 1,87 US-Dollar je Aktie. Jeder externe Nachfragehinweis wirkt deshalb stark, weil er direkt auf das profitabelste Geschäft des Konzerns einzahlt.

Der nächste harte Test ist Nvidias Ausblick für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027. Besonders aussagekräftig wird die neue Aufteilung des Rechenzentrumsgeschäfts in Hyperscale und ACIE, weil sie Nachfrage aus KI-Clouds, Industrie und Unternehmen sauberer trennt.

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