Nvidia Aktie: Gak-Sejong-Rechenzentrum mit 55 Megawatt
Nvidia baut mit südkoreanischen Partnern gigantische KI-Fabriken und treibt die digitale Souveränität ganzer Nationen voran.

- Milliardendeals mit Naver und LG
- Fokus auf KI-Fabriken und Robotik
- Neue Vera-Rubin-Plattform als Basis
- Aktie konsolidiert auf hohem Niveau
Nvidia verkauft längst nicht mehr nur Chips. Der Konzern baut mittlerweile die digitale Infrastruktur ganzer Nationen. Bei einem Besuch in Seoul hat CEO Jensen Huang nun weitreichende Partnerschaften mit südkoreanischen Industriegiganten besiegelt. Das Ziel: gigantische KI-Fabriken und digitale Souveränität.
Milliardendeals in Südkorea
Im Zentrum der Expansion steht der Internetkonzern Naver. Beide Unternehmen entwickeln gemeinsam riesige KI-Fabriken. Den Anfang macht das Rechenzentrum „Gak Sejong“. Es geht im ersten Halbjahr 2027 mit einer Kapazität von 55 Megawatt ans Netz. Später plant Naver den massiven Ausbau auf 200 Megawatt.
Parallel dazu traf Huang am Montag den LG-Verwaltungsratschef Koo Kwang-mo. Hier liegt der Fokus auf Robotik und autonomem Fahren. LG baut eine eigene KI-Fabrik für seine Cloud-Dienste auf. Nvidia liefert dafür die technologische Basis. Weitere Technologiepartnerschaften bestehen mit SK Telecom und SK Hynix.
Hinter den Deals steckt eine klare Strategie. Nvidia setzt massiv auf „Sovereign AI“. Staaten und lokale Unternehmen sollen eigene KI-Lösungen völlig unabhängig von externen Anbietern betreiben können.
Neue Hardware für den Rollout
Technologisch stützt sich dieser Vorstoß auf die neue „Vera Rubin“-Plattform. Sie folgt auf die aktuelle Blackwell-Architektur. Nvidia kombiniert hier Rubin-Grafikprozessoren mit einer 88-Kern-CPU. Der Auftragsfertiger TSMC produziert die Chips im fortschrittlichen 3-Nanometer-Verfahren.
Die Produktion läuft bereits auf Hochtouren. Im zweiten Halbjahr 2026 starten die Auslieferungen an große Cloud-Anbieter wie AWS und Google. Um alte Lieferengpässe zu vermeiden, nutzt Nvidia mittlerweile ein Netzwerk aus über 350 Fabriken weltweit.
Ein neues Design beschleunigt den Aufbau enorm. Kabellose Server-Einschübe reduzieren die Montagezeit für KI-Cluster um rund 95 Prozent. Nvidia will seinen massiven Auftragsbestand so schnell wie möglich in funktionierende Rechenzentren verwandeln.
Aktie konsolidiert auf hohem Niveau
An der Börse verarbeitet das Papier derzeit die massiven Kursgewinne der Vergangenheit. Die Nvidia-Aktie notiert aktuell bei 180,22 Euro. Auf Jahressicht steht damit ein starkes Plus von 43 Prozent zu Buche.
Der langfristige Trend bleibt intakt. Der Kurs verläuft deutlich über der viel beachteten 200-Tage-Linie von 161,72 Euro. Auch der kurzfristige Durchschnitt bietet eine solide Unterstützung. Bis zum Rekordhoch aus dem Mai fehlen der Aktie aktuell elf Prozent.
Die kommenden Monate bringen den nächsten Härtetest für Nvidias Lieferketten. Das Unternehmen muss beweisen, dass die neuen Fertigungsstrukturen dem globalen Ansturm standhalten. Mit den Auslieferungen der Rubin-Plattform im zweiten Halbjahr entscheidet sich, wie schnell die asiatischen KI-Fabriken tatsächlich ans Netz gehen.
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