Nvidia Aktie: GeForce NOW startet Linux-App
Nvidia erweitert Cloud-Gaming um native Linux-App und eröffnet KI-Zentrum in Indonesien. Aktie zeigt sich stabil, Quartalszahlen folgen Ende August.

- Native Linux-App für GeForce NOW
- Neues KI-Zentrum in Indonesien
- Huang als bester CEO ausgezeichnet
- Quartalszahlen am 26. August erwartet
Während die milliardenschwere Finanzierungsallianz für KI-Infrastruktur vom vergangenen Freitag noch nachwirkt, meldet Nvidia auf anderen Feldern ebenfalls Fortschritte. Der Streaming-Dienst GeForce NOW erhielt am Donnerstag eine native Linux-App, die damit offiziell den Beta-Status verlassen hat. Zugleich rückt Firmenchef Jensen Huang erneut ins Rampenlicht: Das Portal Glassdoor kürte ihn für 2026 zum besten Geschäftsführer.
Linux-Nutzer erhalten vollwertigen Zugang zu GeForce NOW
Mit dem Rollout der Linux-Anwendung schließt Nvidia eine Lücke im eigenen Cloud-Gaming-Angebot. Bislang mussten Linux-Anwender auf Umwege über Browser-Lösungen zurückgreifen, nun steht ihnen eine eigenständige App zur Verfügung. Das Unternehmen ordnete den Schritt in seine Firmenmitteilungen als Teil einer breiteren Plattform-Aktualisierung ein, zu der laut Unternehmensangaben auch weitere Funktionsverbesserungen zählten.
Der Ausbau von GeForce NOW zeigt, dass Nvidia sein Geschäft nicht allein auf Rechenzentren und KI-Chips konzentriert, sondern auch im Konsumentensegment aktiv bleibt. Für Anleger ist das eher ein Randaspekt verglichen mit den milliardenschweren Infrastruktur-Deals, doch es unterstreicht die Breite des Portfolios.
Weitere Expansion in Asien
Parallel dazu meldete Nvidia die Eröffnung des UGM Indosat NVIDIA AI Technology Center in Indonesien. Das Zentrum reiht sich in eine Serie internationaler KI-Partnerschaften ein, mit denen der Konzern seine Präsenz außerhalb der USA stärkt. Solche regionalen Zentren sollen nach Unternehmensangaben lokale Entwicklerökosysteme rund um Nvidia-Technologie aufbauen.
Kursbild bleibt robust, Blick richtet sich auf Quartalszahlen
An der Börse zeigt sich das Papier stabil: Am Freitag schloss die Aktie bei 194,74 Euro, ein Minus von 0,4 Prozent. Über die vergangenen sieben Tage legte der Kurs um 0,5 Prozent zu, auf Monatssicht steht ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 22 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 202,50 Euro, erreicht am 14. Mai, trennen die Aktie derzeit 3,8 Prozent.
Anleger richten den Blick nun zunehmend auf den nächsten fixen Termin: Nvidia hat den Konferenzanruf zu den Ergebnissen des zweiten Quartals terminiert, die Zahlen sollen am 26. August veröffentlicht werden.
Bis dahin dürften sowohl die Fortschritte bei der Finanzierungsallianz als auch Kundenbeziehungen wie jene zu SpaceX, das laut einem Bericht des Wall Street Journal künftig ausschließlich auf Nvidia-Chips setzen will, im Fokus der Marktbeobachtung stehen.
Die jüngsten operativen Nachrichten – vom Linux-Rollout über die Indonesien-Expansion bis zur Auszeichnung für Huang – liefern zwar keine kursbewegenden Impulse im selben Ausmaß wie die großen Kapitalallianzen, festigen aber das Bild eines Unternehmens, das an mehreren Fronten gleichzeitig expandiert.
Für die Bewertung der Aktie dürfte letztlich entscheidend bleiben, wie sich die angekündigten Finanzierungsvolumina in den kommenden Quartalen tatsächlich niederschlagen.
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