Nvidia Aktie: GTC im Fokus
Nvidia präsentiert Rekordumsatz und -gewinn, doch die Aktie zeigt sich verhalten. Die kommende GTC-Konferenz mit neuen Chips und der Analystenrunde wird als nächster Taktgeber gesehen.

- Rekordumsatz und hohe Profitabilität im Geschäftsjahr
- Aktienkurs trotz starker Zahlen zuletzt rückläufig
- GTC-Konferenz erwartet neue Chip-Generationen
- Management gibt optimistischen Quartalsausblick
Nvidia geht mit Rekordzahlen in seine wichtigste Entwicklerkonferenz des Jahres – und trotzdem ist die Stimmung an der Börse nicht nur euphorisch. Der Titel hat zuletzt nachgegeben, während gleichzeitig neue Chips und eine aktualisierte Produkt-Roadmap erwartet werden. Genau diese Mischung aus starken Fundamentaldaten und offenen Marktfragen macht die kommenden Tage so spannend.
Rekordzahlen – getragen vom Rechenzentrum
Im vierten Quartal (bis 25. Januar 2026) meldete Nvidia einen Umsatz von 68,1 Mrd. US-Dollar. Das war nicht nur ein neuer Rekord, sondern auch ein kräftiger Sprung gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr. Auf das Gesamtjahr (Geschäftsjahr 2026) summierte sich der Umsatz auf 215,9 Mrd. US-Dollar.
Auffällig ist vor allem die Profitabilität: Laut den Angaben erzielte Nvidia im Geschäftsjahr 2026 eine Bruttomarge von 71% sowie eine operative Marge von 60,6%. Unter dem Strich standen 120,1 Mrd. US-Dollar Nettogewinn. Der Kernmotor bleibt das Data-Center-Geschäft: Hier stiegen die Erlöse im Geschäftsjahr 2026 auf 193,7 Mrd. US-Dollar – ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu früheren Jahren.
Parallel erhöhte Nvidia die Rückkäufe: 40,1 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2026. Die nächste Quartalsdividende liegt bei 0,01 US-Dollar je Aktie und soll am 1. April 2026 an Aktionäre ausgezahlt werden, die am 11. März 2026 im Register stehen.
Warum die Aktie trotzdem nicht durchzieht
Trotz der Rekorde wirkt der Kurs 2026 bislang zäher. Der Markt ringt allgemein mit der Frage, ob die enormen KI-Investitionen der großen Cloud-Konzerne auf Dauer in diesem Tempo durchgehalten werden – und ob die Nachfragekurve die heutigen Budgets rechtfertigt.
Hinzu kommen politische und strukturelle Punkte. Im Raum stehen strengere US-Exportkontrollen für fortschrittliche KI-Chips. Außerdem betont Nvidia in seinem Ausblick, keine Data-Center-Compute-Umsätze aus China einzuplanen. Das nimmt Unsicherheit zwar aus der Prognose, zeigt aber auch, dass ein wichtiger Absatzmarkt aktuell nicht als Wachstumstreiber eingerechnet wird.
Und dann ist da noch das Abhängigkeits-Thema: Hyperscaler wie Amazon, Alphabet und Microsoft kaufen zwar weiter massiv GPUs – bauen aber zugleich stärker an eigenen Chip-Lösungen. Das ist logisch: Wer Milliarden investiert, will sich mittelfristig weniger abhängig von einem einzigen Anbieter machen.
Beim Kursbild unterstreicht der jüngste Rücksetzer die Vorsicht: Am Freitag schloss die Aktie bei 153,20 Euro (-3,03%).
GTC 2026: Der nächste Taktgeber
Der unmittelbare Fokus liegt jetzt auf der GTC 2026 (16.–19. März in San Jose). CEO Jensen Huang will in seiner Keynote die Roadmap skizzieren und kündigte „mehrere neue Chips“ an, die es so noch nicht gegeben habe. Diskutiert werden unter anderem neue Feynman-Chips, Updates zur Rubin-Linie sowie ein neuer CPU-Chip für den PC-Markt.
Wichtig ist dabei nicht nur, was vorgestellt wird, sondern wie schnell es in den Markt kommt: Die Rubin-Plattform ist laut Nvidia bereits in voller Produktion. Rubin-basierte Produkte sollen über Partner in der zweiten Jahreshälfte 2026 verfügbar werden, erste große Cloud-Anbieter (u.a. AWS, Google Cloud, Microsoft, OCI) wollen entsprechende Instanzen ausrollen. Ein zusätzlicher Termin mit Signalwirkung ist die Analysten-Fragerunde am Dienstag, dem 17. März.
Zum Rahmen passt auch der Ausblick: Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia 78,0 Mrd. US-Dollar Umsatz (±2%) in Aussicht und erwartet höhere Bruttomargen (GAAP 74,9%, non-GAAP 75,0%, jeweils ±50 Basispunkte). Kann Nvidia den Investoren damit zeigen, dass die nächste Wachstumsphase nicht nur von wenigen Hyperscalern abhängt? Genau darauf dürften Keynote, Produktdetails und die Analysten-Q&A in dieser Woche die wichtigsten Hinweise liefern.
In den kommenden Tagen verdichtet sich damit alles auf zwei konkrete Punkte: die Hardware-Ankündigungen auf der GTC ab dem 16. März – und die Einordnung durch das Management in der Analystenrunde am 17. März, die besonders für Erwartungen an Nachfrage, China-Annahmen und die Rubin-Rampe entscheidend sein dürfte.
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